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Corona-Krise: Arbeitslosenquote steigt massiv – Trump gibt sich gelassen

Folge der Corona-Krise  

US-Arbeitslosenquote steigt massiv – Trump gibt sich gelassen

08.05.2020, 15:24 Uhr | pdi, dpa

Corona-Krise: Arbeitslosenquote steigt massiv – Trump gibt sich gelassen. Ein Mann liegt in der New Yorker U-Bahn: Durch die Corona-Krise steigt die Arbeitslosigkeit in den USA massiv. (Quelle: imago images/John Marshall Mantel)

Ein Mann liegt in der New Yorker U-Bahn: Durch die Corona-Krise steigt die Arbeitslosigkeit in den USA massiv. (Quelle: John Marshall Mantel/imago images)

Die Arbeitslosenquote in den USA ist wegen der Corona-Krise auf den höchsten Wert seit mindestens 75 Jahren gestiegen. Doch US-Präsident Donald Trump spielt das Problem in einem Interview herunter.

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im April infolge der Coronavirus-Pandemie auf 14,7 Prozent angestiegen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte. Vor Beginn der Krise im Februar hatte die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent gelegen, im März war sie auf 4,4 Prozent gestiegen.

US-Präsident Donald Trump war am Freitag in der TV-Morgensendung "Fox & Friends" zu Gast und wurde dort auch auf die Arbeitslosigkeit und die in der Krise verlorenen Jobs angesprochen. "Es war total erwartbar. Das war keine Überraschung", sagte Trump. "Was ich tun kann: Ich werde sie (die Jobs) zurückbringen."

In den USA haben wegen der Corona-Krise seit März bereits mehr als 33 Millionen Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. Die Arbeitslosenquote für April erfasst wegen einer verzögerten Datenerhebung nur die Lage bis Mitte des Monats. Die Quote dürfte daher wohl noch nicht das ganze Ausmaß der Jobkrise widerspiegeln.

Lockerungen beginnen

In der US-Geschichte gab es nur während der Weltwirtschaftskrise in den 1920er und 30er Jahren eine höhere Arbeitslosenquote. Damals erreichte die Quote Schätzungen zufolge rund 25 Prozent.

Fast alle 50 Bundesstaaten verhängten im März Ausgangsbeschränkungen, um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. Damit kam das öffentliche Leben für die große Mehrheit der rund 330 Millionen Amerikaner zum Erliegen. Viele Geschäfte, Einkaufszentren und Betriebe wurden geschlossen, Restaurants und Hotels blieben leer. Viele Mitarbeiter dieser Unternehmen beantragten Arbeitslosenhilfe. Entlassungen sind in den USA einfacher und schneller möglich als in vielen anderen Ländern.

Interessieren Sie sich für US-Politik? Unser Washington-Korrespondent Fabian Reinbold schreibt über seine Arbeit im Weißen Haus und seine Eindrücke aus den USA unter Donald Trump einen Newsletter. Hier können Sie die "Post aus Washington" kostenlos abonnieren, die dann einmal pro Woche direkt in Ihrem Postfach landet.

Seit Anfang des Monats haben viele Bundesstaaten damit begonnen, die Corona-Vorschriften wieder langsam zu lockern – obwohl die Pandemie vielerorts noch längst nicht unter Kontrolle scheint. Trumps Regierung hofft daher darauf, dass sich Arbeitsmarkt und Wirtschaft ab dem dritten Quartal wieder rasant erholen werden.

US-Wahl im November

Bis Februar hatte die US-Konjunktur noch gebrummt, an der Börse wurden Höchststände gemeldet, und Experten rechneten mit einem Wirtschaftswachstum von gut zwei Prozent. Doch die rasante Ausbreitung des Coronavirus seit Anfang März machte die guten Konjunkturaussichten zunichte. Die USA steuern inzwischen trotz massiver Konjunkturpakete auf eine tiefe Rezession zu.

Das dürfte Trump höchst ungelegen kommen, der sich bei der Wahl im November um eine zweite Amtszeit bewirbt. Der Präsident machte zuletzt Druck, die Corona-Beschränkungen der Bundesstaaten aufzuheben, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dafür will er auch in Kauf nehmen, dass es weiter Neuinfektionen und Tote geben wird.

Bislang sind in den USA Forschern der Universität Johns Hopkins zufolge rund 1,26 Millionen Corona-Ansteckungen nachgewiesen worden. Das entspricht etwa jeder dritten bekannten Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 weltweit. Mehr als 75.000 Menschen starben in den USA.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen afp und dpa

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