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USA: Tanklaster rast in Demonstration in Minneapolis

Proteste in den USA  

Tanklaster rast in Demonstration in Minneapolis

01.06.2020, 10:12 Uhr | rtr

Minneapolis: Tanklaster rast in Menschenmenge

Ein Tanklaster ist hupend in eine Ansammlung von Demonstranten auf einer Autobahnbrücke in der US-Stadt Minneapolis gefahren. (Quelle: t-online.de)

Attacke in Minneapolis: Ein Tanklaster ist in eine Menschenmenge gerast – und bekam danach die Wut der Demonstranten zu spüren. (Quelle: t-online.de)


Hunderte Menschen demonstrieren am Sonntag friedlich auf einer gesperrten Fernstraße in Minneapolis, als plötzlich ein Tanklaster angerast kommt. Hupend fährt er in die Menge, die Bilder werden live im Fernsehen gesendet.

Die Lage in der US-Stadt Minneapolis eskaliert nach dem gewaltsamen Tod eines Afroamerikaners weiter. Bei einer friedlichen Demonstration auf einer gesperrten Fernstraße ist ein Tanklastzug in die Menschenmenge gefahren, wie mehrere US-Medien berichten. Bilder und Videos von dem Vorfall wurden live im Fernsehen übertragen. Sie zeigten, wie Hunderte Menschen panisch die Flucht ergriffen, als der Lkw mit hoher Geschwindigkeit anrauscht und dann plötzlich zum Stehen kommt. 

Die Aufnahmen des Vorfalls sehen oben im Video oder hier.

Keine Demonstranten verletzt

Nach offiziellen Angaben wurde kein Kundgebungsteilnehmer verletzt. "Das ist eine sehr beunruhigende Aktion eines Lkw-Fahrers auf der Interstate-35W, die die friedlichen Demonstranten anstachelte", teilte die Abteilung für Öffentliche Sicherheit in Minneapolis auf Twitter mit.

Laut einem Augenzeugenbericht wurde der Fahrer des Lasters von wütenden Demonstranten aus dem Führerhaus gezogen und attackiert, bevor er von der örtlichen Polizei in Gewahrsam genommen werden konnte. Der Lkw-Fahrer sei mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden und stehe unter Arrest.

Proteste und Gewaltausbrüche trotz Ausgangssperre

Trotz der seit Samstag verhängten Ausgangssperren kam es auch in weiteren Großstädten in den USA nach zunächst friedlichen Demonstrationen gegen Rassismus zu Gewaltausbrüchen: in Atlanta, Los Angeles, Philadelphia, Denver, Cincinnati, Portland, Chicago, Seattle, Salt Lake City, Cleveland und Dallas wurden teilweise Polizeiautos angegriffen und in Brand gesetzt, Fensterscheiben eingeschlagen und Geschäfte geplündert. Etwa 170 Geschäfte seien allein in Minneapolis ausgeraubt worden, sagte der Bürgermeister Jacob Frey dem Sender CNN.

Die sich in den USA rasch ausbreitenden Proteste fallen mit einem tiefen Frust wegen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus und der wirtschaftlichen Krise infolge der Pandemie zusammen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters 

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