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QAnon: Trump distanziert sich nicht von Verschwörungstheoretikern

"Sie mögen mich offensichtlich"  

Trump distanziert sich nicht von Verschwörungstheoretikern

20.08.2020, 03:16 Uhr | dpa, aj

QAnon: Trump distanziert sich nicht von Verschwörungstheoretikern. Donald Trump: Der US-Präsident hat viele Anhänger unter den Verschwörungstheoretikern. (Quelle: Reuters/Tom Brenner)

Donald Trump: Der US-Präsident hat viele Anhänger unter den Verschwörungstheoretikern. (Quelle: Tom Brenner/Reuters)

Anhänger von QAnon glauben, dass Donald Trump die Welt vor einem satanischen und pädophilen Kult rettet. Auch das Coronavirus leugnet die Bewegung. Den US-Präsidenten scheint das nicht zu stören.

US-Präsident Donald Trump hat eine Gelegenheit verstreichen lassen, sich von Anhängern der rechten QAnon-Verschwörungstheorie zu distanzieren. "Wie ich verstehe, mögen sie mich sehr, was ich zu schätzen weiß", sagte Trump am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er wisse zwar nicht viel über die Bewegung. Er habe aber gehört, dass sie an Popularität gewinne. Und: "Ich habe gehört, dass es Leute sind, die unser Land lieben."

Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats gebe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden.

Trump: Wenn ich die Welt retten kann, bin ich dazu bereit

Von einer Reporterin speziell darauf angesprochen, dass die QAnon-Anhänger glaubten, er rette die Welt "vor einem satanischen Kult aus Pädophilen und Kannibalen", sagte Trump: "Ich habe das nicht gehört. Aber soll das etwas Schlechtes sein oder etwas Gutes? Wenn ich helfen kann, die Welt vor Problemen zu retten, bin ich bereit dazu." Seine Regierung rette die Welt bereits vor "radikaler linker Philosophie".

Wenige Stunden zuvor hatte Facebook in einem breiten Vorgehen gegen QAnon 790 Gruppen, 100 Seiten und 1.500 Anzeigen entfernt. Zudem wurden bei 1.950 Facebook-Gruppen und 10.000 Accounts der Foto-Plattform Instagram Einschränkungen verhängt, wie das weltgrößte Online-Netzwerk mitteilte. 

Facebook löscht Accounts 

Facebook sehe Bewegungen, "die Gewaltakte befürworten, die zeigen, dass sie Waffen haben und andeuten, dass sie diese auch einsetzen würden", erklärte das Online-Netzwerk.

Facebook betonte zugleich, dass auch 980 Gruppen bei dem Online-Netzwerk für Aufrufe zu Unruhen entfernt worden seien. Einige davon würden mit dem Namen Antifa mit Verbindung gebracht, hieß es. Unter anderem US-Präsident Donald Trump bezeichnet Antifa-Gruppen als Drahtzieher jüngster Plünderungen in amerikanischen Städten.

Twitter hatte bereits vor knapp einem Monat mehr als 7.000 Accounts, die QAnon-Unterstützern zugerechnet wurden, dauerhaft gesperrt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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