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So schmeichelten sich Trump und Kim Jong Un

Von afp
Aktualisiert am 10.09.2020Lesedauer: 2 Min.
Kim Jong Un und Donald Trump: "Selbst jetzt noch kann ich den historischen Moment nicht vergessen, als ich die Hand Ihrer Exzellenz gehalten habe", schrieb Kim in einem Brief.
Kim Jong Un und Donald Trump: "Selbst jetzt noch kann ich den historischen Moment nicht vergessen, als ich die Hand Ihrer Exzellenz gehalten habe", schrieb Kim in einem Brief. (Quelle: ZUMA Press/imago-images-bilder)
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Das neue Buch des Enth├╝llungsjournalisten Bob Woodward schl├Ągt schon jetzt Wellen. Darin ver├Âffentlicht der Autor auch eine Korrespondenz zwischen Kim Jong Un und Donald Trump ÔÇô die eine abstruse Innigkeit offenbart.

Briefe zwischen US-Pr├Ąsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zeugen von der ungew├Âhnlichen diplomatischen Beziehung der beiden Politiker. "Selbst jetzt noch kann ich den historischen Moment nicht vergessen, als ich die Hand Ihrer Exzellenz gehalten habe", hie├č es in einem von CNN ver├Âffentlichten Auszug aus einem Brief von Kim von Weihnachten 2018. Die Briefe hat der Enth├╝llungsjournalist Bob Woodward in seinem Buch "Rage" (Wut) zusammengestellt, dessen Verkauf am 15. September startet.

Pers├Ânliches Gespr├Ąch vor zwei Jahren

Trump hatte sich am 12. Juni 2018 entgegen der Linie der US-Diplomatie mit Kim in Singapur getroffen; es war das erste Mal, dass ein US-Pr├Ąsident mit dem Machthaber Nordkoreas zu einem pers├Ânlichen Gespr├Ąch zusammenkam. Das Treffen sowie das damals einsetzende diplomatische Tauwetter zwischen den beiden koreanischen Nachbarstaaten hatten Hoffnungen auf eine Entspannung im jahrzehntelangen Atomkonflikt mit Nordkorea geweckt.

Wenige Monate nach seinem ersten Treffen mit Kim sagte Trump vor Anh├Ąngern: "Er hat mir wundersch├Âne Briefe geschickt, es sind gro├čartige Briefe. Wir haben uns verliebt." In einem von Kims Briefen hei├čt es: "Die tiefe und besondere Freundschaft zwischen uns wird wie eine magische Kraft wirken."

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"Es wird historisch!"

Trump antwortete dem Machthaber, der in dritter Generation Nordkorea beherrscht, sie verbinde "eine besondere Freundschaft geteilt". Gemeinsam k├Ânnten sie "fast 70 Jahre Feindschaft beenden", schrieb Trump. "Es wird historisch!"

Die besondere Beziehung zwischen Trump und Kim begann nach dem Amtsantritt des US-Pr├Ąsidenten vor vier Jahren zun├Ąchst mit Beleidigungen und Kriegsdrohungen, wendete sich dann aber hin zu ├╝berschw├Ąnglichen Freundschaftsbekundungen. Insgesamt haben sich die beiden Politiker drei Mal pers├Ânlich getroffen.

Verhandlungen ausgesetzt

Das letzte Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim im Februar 2019 in Hanoi scheiterte jedoch. Seitdem liegen die Verhandlungen der US-Regierung mit Pj├Ângjang ├╝ber einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auf Eis. Zudem versch├Ąrften sich die Spannungen zwischen Nord- und S├╝dkorea wieder.

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Woodward schreibt in seinem Buch, dass die CIA nicht sicher ausmachen konnte, wer die Briefe von Kim an Trump formuliert habe, dass der US-Geheimdienst sie aber als "Meisterst├╝cke" einsch├Ątze. Die Analysten h├Ątten ├╝ber das Geschick gestaunt, "genau die richtige Mischung an Schmeichelei" zu finden und zugleich Trumps Wunsch zu entsprechen, im "Mittelpunkt der Geschichte zu stehen", schreibt Woodward.

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