• Home
  • Politik
  • Kolumne - Gerhard Spörl
  • Donald Trump: Dem US-PrĂ€sidenten bleibt nur noch die Rache


Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ĂŒbernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Ihm bleibt nur Rache

Eine Kolumne von Gerhard Spörl

Aktualisiert am 21.12.2020Lesedauer: 3 Min.
Donald Trump im Weißen Haus: Der US-PrĂ€sident versucht in seinen letzten Tagen im Amt alles, um gegen seine Wahlniederlage anzukĂ€mpfen.
Donald Trump im Weißen Haus: Der US-PrĂ€sident versucht in seinen letzten Tagen im Amt alles, um gegen seine Wahlniederlage anzukĂ€mpfen. (Quelle: Jonathan Ernst/Reuters-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextTod mit 40: Moderatorin erliegt KrankheitSymbolbild fĂŒr einen TextRKI: Inzidenz steigt deutlich anSymbolbild fĂŒr ein VideoScholz erntet Shitstorm nach PKSymbolbild fĂŒr ein VideoBis zu 50 Liter Regen pro QuadratmeterSymbolbild fĂŒr einen TextPolizei fahndet mit Bild nach Sex-TĂ€terSymbolbild fĂŒr ein VideoMann legt abgetrennten Kopf vor GerichtSymbolbild fĂŒr einen TextBusunfall: Fahrer stirbtSymbolbild fĂŒr einen TextMann greift Blitzer an – Polizist schießtSymbolbild fĂŒr einen TextDas ist Deutschlands bester ClubSymbolbild fĂŒr einen TextErster Trailer von Kultspiel-FortsetzungSymbolbild fĂŒr einen TextUrlauber ertrinkt in KiesseeSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserSchweini: Neue ARD-Frau an seiner SeiteSymbolbild fĂŒr einen TextDieses StĂ€dteaufbauspiel wird Sie fesseln

Wie lÀsst sich die Niederlage noch verhindern? Durch Ausrufen des Kriegsrechts, schlÀgt der begnadigte General Flynn vor und erntet Beifall. So erhÀlt man sich die Gunst Donald Trumps.

Vor Kurzem begnadigte der amerikanische PrĂ€sident den General Michael Flynn, der wenige Wochen lang sein Nationaler Sicherheitsberater gewesen war. LoyalitĂ€t wird belohnt, so hĂ€lt es die Mafia und so halten es Autokraten vom Naturell Donald Trumps. Flynn war ja nur Lug und Trug nachgewiesen worden, weshalb er einem Deal einwilligte und ins GefĂ€ngnis musste, aber er packte nicht aus. Lug und Trug sind kein Maßstab in diesem Weißen Haus.


Vier Jahre PrÀsident Trump: Seine Amtszeit in Bildern

Immer wieder streitet Trump seit dem das Wahlergebnis ab. Mit mehreren Klagen versucht er die angeblich "gestohlene Wahl" zurĂŒckzugewinnen – bislang erfolglos.
Das AuszĂ€hlen der Stimmen dauerte lange. Und wĂ€hrend sich abzeichnete, dass Joe Biden die PrĂ€sidentschaftswahl gewinnen wĂŒrde, fuhr Trump auf den Golfplatz. Am 7. November erfuhr er dort dann von seiner Niederlage. Mit 46,9 Prozent verliert er gegen seinen Konkurrenten Joe Biden die US-Wahl.
+17

Aus Dankbarkeit verfiel der begnadigte General auf die formidable Idee, der PrĂ€sident möge doch das Kriegsrecht im Land einfĂŒhren, um zu verhindern, dass Joseph Biden jr. PrĂ€sident werden kann. Klar, da doch nun einmal Donald Trump die Wahl haushoch gewann, was eindeutig durch die Tatsache nachweisbar ist, dass Donald Trump höchstselbst dieser unumstĂ¶ĂŸlichen Überzeugung anhĂ€ngt. Egal, was die Gerichte sagen mögen, vor die seine Unterlinge fĂŒr ihn gezogen sind, unerschĂŒttert vom Sammeln von Niederlage auf Niederlage.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Die grĂ¶ĂŸte Bedrohung fĂŒr die Nato ist nicht Russland
Der abgeschirmte Oberste Gerichtshof der USA in Washington.


Wer sich impfen lÀsst, gilt als Weichei

Was mit einem FĂŒhrerbunker gemeint ist, lĂ€sst sich an der Pennsylvania Avenue 1600 studieren. Hier in seinem Amtssitz verharrt Trump unmaskiert mit seinen Getreuen, die sich nach und nach das Virus einfangen. Wer ihm darin zustimmt, dies sei die korrupteste Wahl in der Geschichte der USA, darf bleiben. Wer Zweifel erkennen lĂ€sst, wie der Justizminister William Barr, wird von der Tafelrunde verbannt, egal wie tapfer er das Lied des Herrn jahrelang gesungen hat. Wer sich fĂŒr den großen Donald bis zur LĂ€cherlichkeit aufreibt wie Rudy Giuliani, darf auf prĂ€ventive Amnestie hoffen. Und wer sich vor den TV-Kameras impfen lĂ€sst, wie VizeprĂ€sident Mike Pence, gilt im FĂŒhrerbunker als Weichei.

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Was ist schon diese Pandemie mit 17,6 Millionen Infizierten und 310.000 Verstorbenen in den USA im Vergleich zur persönlichen Tragödie Donald Trumps, der das Weiße Haus verlassen muss, von dem aus er so stilvoll zum Golfen in seine Resorts fliegen konnte. Die Tragödie besteht darin, dass diesmal alles Leugnen nichts hilft, dass seine Macht nicht hinreicht, um die Fakten zu fĂ€lschen. Ihm bleibt nur Destruktion aus Rache und deshalb vergiftet er das Land so sehr er nur kann.

Figuren, fĂŒr die Verantwortung keine Kategorie ist

Es fĂ€llt schwer, die letzten Tage des Donald Trump ohne Sarkasmus zu beobachten. Sarkasmus macht keinen Spaß. Sarkasmus erwĂ€chst aus der Irritation ĂŒber Verantwortungslosigkeit von Figuren, fĂŒr die Verantwortung keine Kategorie ist, weil fĂŒr sie nur eines zĂ€hlt, genauer gesagt nur einer: das IchIchIch.

Niemand außer Trump kann ernsthaft bestreiten, dass die Pandemie eine erschĂŒtternde Tragödie ist. Weltweit 1,6 Millionen Menschen sind schon am Virus gestorben, Tendenz in vielen LĂ€ndern steigend, auch in Deutschland. Kleine LĂ€nder wie Litauen und Schweden sind momentan besonders schlimm betroffen. In England und SĂŒdafrika tritt eine verschĂ€rfte Mutation von Covid-19 auf. Solche verheerenden Informationen ĂŒberlagern sogar den Beginn der Impfung in Amerika und Großbritannien und bald auch in Deutschland.

Der Trost fÀllt schal aus

Im RĂŒckblick auf das Jahr der Pandemie ragt dieses PhĂ€nomen, das Trump ist, bei Weitem heraus. Der Trost, dass er am 20. Januar das Feld rĂ€umen muss, fĂ€llt schal aus. Joe Biden erbt die Pandemie und das vergiftete Land; darum ist er nicht zu beneiden. Gegen Trump ist selbst Boris Johnson ein halbwegs kurierter Clown, weil er fĂŒr sein Land die Konsequenzen aus Corona zieht und seine Spielchen auf die Auseinandersetzung mit der EuropĂ€ischen Union beschrĂ€nkt, bei der es vermutlich bis zur letzten Minute um einen neuen Handelsvertrag nach dem Brexit gehen wird.

Amerikas neues Jahr beginnt erst am 20. Januar, wenn Joe Biden ohne das ĂŒbliche Brimborium vereidigt wird. Bescheidenheit ist angemessen, solange die Pandemie wĂŒtet. Ein bisschen Hoffnung darf sein, weil Donald Trump, der böswillige Narziss, sich einen anderen Standort fĂŒr seine vergifteten Tweets suchen muss.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Boris JohnsonDonald TrumpUSA
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website