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Tradition im Weißen Haus: Netz witzelt über Donald Trumps Brief an Joe Biden

Tradition im Weißen Haus  

Das Netz witzelt über Trumps Brief an Biden

21.01.2021, 08:14 Uhr | law, t-online

Tradition im Weißen Haus: Netz witzelt über Donald Trumps Brief an Joe Biden. "Joe, you know I won": Vermeintliche Abschiedsbotschaft von Donald Trump an Joe Biden.  (Quelle: AP/dpa)

"Joe, you know I won": Vermeintliche Abschiedsbotschaft von Donald Trump an Joe Biden. (Quelle: AP/dpa)

Aus dem Amt scheidende US-Präsidenten hinterlassen ihrem Nachfolger im Weißen Haus traditionell einen Brief. Trump hat auch an Biden geschrieben. Über den möglichen Inhalt wird gewitzelt.

Trotzig und egozentrisch bis zum Schluss oder vielleicht doch versöhnlich-staatsmännisch? Donald Trump hat der Tradition folgend im Oval Office eine Brief an seinen Nachfolger hinterlassen. Das bestätigte Trumps Sprecher Judd Deere dem Portal "Politico" zufolge. Was darin steht, gab das Weiße Haus nicht preis.

Im Netz blühte schnell die Fantasie auf: Ursprünglich offenbar von Trump-Anhängern gebastelt war ein Brief mit einem knappen Satz, in dem Trump sich treu bleibt: "Joey, you know I won." (deutsch: Joe, du weißt, dass ich gewonnen habe). Anhänger der QAnon-Bewegung nahmen das Schreiben aber teilweise ernst, weil es auch der Trump-Anwalt und Verschwörungsideologe Lin Wood kommentarlos auf Telegram postete. In den Kreisen war immer noch damit gerechnet worden, dass es bei der Inauguration tatsächlich zu Massenverhaftungen kommt und Trump als strahlender Sieger auftaucht.

Erkennbar auch für QAnons Satire war eine Fassung des Briefs, in der Trump schreibt, er habe im Fernsehen alle Kanäle bis auf FoxNews gelöscht und er sei der beste Präsident gewesen.

Eine weitere Idee ist, Trump könnte in seinem Brief gebeten haben, ihm den Twitter-Account zurückzugeben. "Ich habe sonst nichts mehr." In dieser Fassung droht Trump an, mit seinem Plan für eine Gesundheitsreform Beweise für Wahlbetrug vorzulegen. Einen großen Gegenentwurf zu der von Trump verhassten Obamacare seines Amtsvorgängers hatte er nie vorgelegt, kurz vor dem Wahltermin aber wieder davon gesprochen.

Es gibt aber noch gehässigere Vorstellungen, was Trump hinterlassen haben könnte – Gekritzel.

Weitere Variante – auch sehr kindisch und mit Schreibfehler: Ich bin wütend auf dich und ich rede heute und morgen nicht mit dir. 

Der Brauch, einen Brief an den Nachfolger zurückzulassen, geht zurück auf Ronald Reagan, der George H. W. Bush 1989 sieben handgeschriebene Seiten widmete. Berühmt wurde der Brief von Bush an Clinton: Nach einem harten und schmutzigen Wahlkampf gratulierte Bush und schrieb: "Wenn Du das liest, wirst Du UNSER Präsident sein." 

Auch Trump hatte einen Brief von Obama vorgefunden, den er griffbereit in seinem Schreibtisch aufbewahrt und regelmäßig Besuchern gezeigt haben soll. Es ist aber nicht bekannt, wie oft die ihn dann auf einen Satz darin aufmerksam machten: Obama hatte Trump gebeten, er möge sich bemühen, die „Instrumente unserer Demokratie mindestens so stark zu lassen, wie wir sie vorgefunden haben“.

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