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Angreifer tötet Polizisten am US-Kapitol und wird erschossen

Von dpa, rtr, mk

Aktualisiert am 03.04.2021Lesedauer: 3 Min.
US-Polizisten untersuchen das Auto des VerdÀchtigen: Das GelÀnde des Kapitols wurde gesperrt.
US-Polizisten untersuchen das Auto des VerdÀchtigen: Das GelÀnde des Kapitols wurde gesperrt. (Quelle: J. Scott Applewhite/ap-bilder)
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Am Sitz des US-Kongresses in Washington hat es einen Vorfall mit einem Auto gegeben. Ein Polizist und der Fahrer sind tot, SicherheitskrÀfte riegelten die Gegend ab.

Knapp drei Monate nach der gewaltsamen ErstĂŒrmung des US-Kapitols durch einen wĂŒtenden Mob hat ein Angreifer vor dem schwer bewachten ParlamentsgebĂ€ude einen Polizisten getötet und einen weiteren schwer verletzt. Der Mann fuhr an einer Zufahrt zum Sitz des Kongresses in der Hauptstadt Washington in die zwei Polizisten und rammte dann eine Absperrung.

Der Angreifer ging sogleich mit einem Messer auf weitere Beamte los und ignorierte Warnungen, weswegen ihn die SicherheitskrĂ€fte mit SchĂŒssen stoppten, wie die Polizei am Freitag (Ortszeit) erklĂ€rte. Wenig spĂ€ter wurde der TĂ€ter fĂŒr tot erklĂ€rt.

Polizei geht nicht von terroristischem Hintergrund aus

Der Polizeichef der US-Hauptstadt Washington, Robert Contee, sagte, ersten Erkenntnissen zufolge scheine die Tat keinen terroristischen Hintergrund gehabt zu haben. Es gebe keine Anhaltspunkte dafĂŒr, dass von einer weiteren Bedrohung fĂŒr den Kongress oder Anwohner auszugehen sei.

Beamte untersuchen den Tatort: Ein Polizist wurde getötet, einer verletzt.
Beamte untersuchen den Tatort: Ein Polizist wurde getötet, einer verletzt. (Quelle: Carolyn Kaster/ap-bilder)
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Das Kapitol, der Sitz der beiden Kammern des US-Kongresses, wurde wegen des Zwischenfalls zeitweise abgeriegelt. Der Kongress hatte allerdings keinen Sitzungstag, deswegen dĂŒrften kaum Senatoren oder Abgeordnete in dem Komplex gewesen sein.

Die Flaggen in den USA wurden auf Anordnung von PrĂ€sident Joe Biden als Zeichen des Respekts fĂŒr den Einsatz und die Opfer der Kapitol-Polizei bis Dienstag auf halbmast gesetzt. Biden sprach von einem erschĂŒtternden Vorfall und erklĂ€rte, er werde laufend ĂŒber den Stand der Ermittlungen informiert. Er sprach der Familie des Opfers sein Beileid aus. Die Vorsitzende des ReprĂ€sentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, bezeichnete den getöteten Beamten als "MĂ€rtyrer fĂŒr unsere Demokratie".

Opfer William Evans: Seit 18 Jahren bei der Kapitol-Polizei

Der Polizist, William Evans, war seinen Verletzungen kurz nach dem Angriff erlegen. Er stand seit 18 Jahren im Dienst der Kapitol-Polizei, wie deren geschĂ€ftsfĂŒhrende Chefin erklĂ€rte.

Nach Polizeiangaben wird der Tatort an der sogenannten nördlichen Barriere des GelÀndes wegen der laufenden Ermittlungen vorerst gesperrt bleiben. Bilder zeigten dort einen blauen Mittelklassewagen, der frontal gegen eine im Boden verankerte Metallsperre mit der Aufschrift "STOP" gefahren war.

William, genannt "Billy", Evans: Er schĂŒtzte das Kapitol seit 18 Jahren.
William, genannt "Billy", Evans: Er schĂŒtzte das Kapitol seit 18 Jahren. (Quelle: (U.S. Capitol Police/ap-bilder)

Wegen des Angriffs wĂŒtender AnhĂ€nger des abgewĂ€hlten Ex-PrĂ€sidenten Donald Trump am 6. Januar ist der gesamte Komplex am Sitz des US-Parlaments weiter schwer bewacht. Vergangene Woche wurden die Sicherheitsvorkehrungen allerdings etwas zurĂŒckgefahren. So wurde ein Ă€ußerer Zaun abgebaut, der das Areal um den Kongresssitz abgeschirmt hatte. Straßen, die innerhalb dieses Kreises lagen und abgesperrt waren, wurden wieder geöffnet.

Noch immer unterstĂŒtzen aber Soldatinnen und Soldaten der Nationalgarde die SicherheitskrĂ€fte. Die Kapitol-Polizei betonte vergangene Woche, sie sei jederzeit bereit, die Sicherheitsmaßnahmen sofort wieder hochzufahren, falls das nötig sein sollte.

"Zeigt nur, wie hoch das Risiko noch immer ist"

"Es ist wirklich traurig, denn ich hatte geglaubt, dass wir nach der Beseitigung der Barrieren wieder zu einer gewissen NormalitĂ€t zurĂŒckkehren wĂŒrden. Aber das zeigt nur, wie hoch das Risiko noch immer ist", sagte der demokratische Kongressabgeordnete Ro Khanna dem Nachrichtensender CNN. Verteidigungsminister Lloyd Austin erklĂ€rte: "Ereignisse wie dieses erinnern uns an den Mut und die Kompetenz der Profis der SicherheitskrĂ€fte und an unsere gemeinsame Verpflichtung, dieses großartige Land und seine Institutionen zu verteidigen."

Nach der gewaltsamen ErstĂŒrmung des Kongresses im Januar war die Kapitol-Polizei in die Kritik geraten, weil die SicherheitskrĂ€fte des Parlaments den Angriff nicht abwehren konnten. Der Leiter der Polizei trat daraufhin zurĂŒck. Mindestens fĂŒnf Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben, darunter ein Kapitol-Polizist. Das FBI stuft die ErstĂŒrmung des GebĂ€udes als inlĂ€ndischen Terrorismus ein.

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Der Kongress sollte am Tag des Angriffs den Wahlsieg von US-PrĂ€sident Biden ratifizieren. Der damals noch regierende Amtsinhaber Trump, der seine Niederlage nicht wahrhaben wollte, hatte seine AnhĂ€nger unmittelbar vor der ErstĂŒrmung des Kapitols mit einer kĂ€mpferischen Rede vor dem Weißen Haus angestachelt. Die Demokraten machten ihn fĂŒr die Ereignisse verantwortlich und leiteten im ReprĂ€sentantenhaus erfolgreich ein Amtsenthebungsverfahren ein, das im Senat jedoch an der nötigen Zweidrittelmehrheit scheiterte..

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