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Fall Daunte Wright | Minnesota: Proteste nach Tod eines Schwarzen eskalieren

Nach Tod eines Schwarzen  

Proteste in Minneapolis eskalieren – 60 Menschen festgenommen

14.04.2021, 21:03 Uhr | dpa

Anhaltende Proteste in Minnesota gegen Polizeigewalt

Tausende kamen am dritten Abend in Folge in Minnesota zusammen. Sie forderten Gerechtigkeit und Aufklärung, nachdem der 20-jährige Daunte Wright bei einer Verkehrskontrolle durch die Polizei getötet wurde. (Quelle: Reuters)

Nach Tötung bei Verkehrskontrolle: Am dritten Abend in Folge protestierten Tausende in Minnesota gegen Polizeigewalt. (Quelle: Reuters)


Am Wochenende erschoss eine Polizistin einen Schwarzen bei einer Verkehrskontrolle. Seitdem gibt es eine neue Welle des Protests. In der Nacht kam es erneut zu Ausschreitungen.

Nach dem Tod eines jungen Schwarzen bei einem Polizeieinsatz im US-Bundesstaat Minnesota hat es erneut Proteste und Ausschreitungen gegeben. Mehr als 60 Menschen seien in Brooklyn Center im Norden der Stadt Minneapolis unter anderem wegen Unruhestiftung festgenommen worden, teilte die Polizei in der Nacht zum Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit.

Hunderte Menschen hatten sich am Dienstagabend vor dem örtlichen Polizeirevier versammelt und unter anderem eine unabhängige Untersuchung im Fall des getöteten 20 Jahre alten Daunte Wright gefordert, wie US-Medien berichteten. Der Protest hatte zunächst friedlich begonnen, nach Einbruch der Dunkelheit warfen Randalierer aber laut Behörden Gegenstände wie Ziegelsteine und volle Flaschen in Richtung der Beamten. Die Polizei setzte Medienberichten zufolge unter anderem Blendgranaten und Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Demonstration am Dienstag: Zunächst begannen die Proteste friedlich, zu Ausschreitungen kam es erst nach Einbruch der Dunkelheit.  (Quelle: AP/dpa/John Minchillo)Demonstration am Dienstag: Zunächst begannen die Proteste friedlich, zu Ausschreitungen kam es erst nach Einbruch der Dunkelheit. (Quelle: John Minchillo/AP/dpa)

Auch die Nationalgarde war im Einsatz. Wie schon am Dienstag galt auch am Mittwoch eine nächtliche Ausgangssperre in mehreren Städten der Region, darunter auch Brooklyn Center. Gegen die Beschränkung hatten in der vorangegangenen Nacht Hunderte Menschen verstoßen.

Proteste nach tödlichem Schuss auf Schwarzen

Seit Sonntag war es in Brooklyn Center zu teils gewaltsamen Protesten gekommen, nachdem eine Polizistin bei einer Verkehrskontrolle auf Wright geschossen hatte. Polizeiangaben zufolge hatte sie statt eines Elektroschockers (Taser) irrtümlich ihre Pistole gezogen. Die Beamtin und der örtliche Polizeichef hatten am Dienstag ihren Rücktritt erklärt. Medienberichten zufolge wollen die Ermittler am Mittwoch mitteilen, ob gegen die Polizistin Anklage erhoben wird.

In der knapp 20 Kilometer entfernten Stadt Minneapolis läuft derzeit der Prozess gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd im Mai vergangenen Jahres.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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