Sie sind hier: Home > Politik > Bundestagswahl 2017 und die Folgen >

Nach AfD-Austritt: Petry und Pretzell planen Partei nach Vorbild der CSU

Nach Streit mit der AfD  

Petry und Pretzell planen Partei nach Vorbild der CSU

27.09.2017, 20:56 Uhr | AFP

Nach AfD-Austritt: Petry und Pretzell planen Partei nach Vorbild der CSU. Die beiden derzeitigen AfD-Mitglieder Marcus Pretzell und Frauke Petry planen eine neue Partei nach Vorbild der CSU zu gründen. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)

Die beiden derzeitigen AfD-Mitglieder Marcus Pretzell und Frauke Petry planen eine neue Partei nach Vorbild der CSU zu gründen. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Die AfD-Abtrünnigen Marcus Pretzell und Frauke Petry planen einem Bericht zufolge die Gründung einer eigenen Partei nach dem Vorbild der bayerischen CSU.

"Man braucht die CSU bundesweit. Ein Modell auf Bundesebene erscheint mir sehr interessant", sagte der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Dieses Modell dürfe allerdings nicht die "Schwerfälligkeit des bayerischen Tankers" haben.

Parteien seien in ihrer jetzigen Form "monetär und personell schwarze Löcher", sagte Pretzell weiter. Das gelte auch für die AfD. "Die AfD ist inzwischen eine reiche Partei. Das Geld aber wird in internen Machtkämpfen verschleudert."

Bei ihrer Neugründung wollen sich Pretzell und die Noch-Bundesvorsitzende Frauke Petry nach eigenen Angaben an Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seiner Bewegung En Marche orientieren. Macron habe gezeigt, wie man "nicht politisch-inhaltlich, aber strukturell innerhalb kurzer Zeit etwas Neues und Frisches in die Politik bringt", sagte Pretzell. Auch der österreichische ÖVP-Chef Sebastian Kurz sei ein Vorbild.

Macron hatte seine Bewegung En Marche im April 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Später wurde das politische Start-up in die Partei La République en Marche (Die Republik in Bewegung) umbenannt, mit der Macron im vergangenen Juni die Parlamentswahl gewann.

Keine inhaltliche Neuausrichtung

Inhaltlich soll es laut Pretzell allerdings keine Neuausrichtung geben. Die geplante Bewegung wolle vertraute Themen bedienen: Migration, Integration, Umgang mit dem Islam, innere Sicherheit, aber auch eine Reform der Sozial- und Steuersysteme.

Einen Namen für die neue Partei gebe es indes noch nicht. Bereits im Juli hatte Petry die Internetdomain "dieblauen.de" angemeldet. "Blau ist eine schöne Farbe, aber kein Parteiname", sagte Pretzell dazu.

Parteiaustritt angekündigt

Pretzell hatte am Dienstag den AfD-Fraktionsvorsitz in Nordrhein-Westfalen niedergelegt und seinen Parteiaustritt angekündigt. Sein für die AfD errungenes Mandat im EU-Parlament will er ebenso wie sein Landtagsmandat behalten.

Noch-Parteichefin Petry kündigte ebenfalls ihren Austritt aus der AfD für die kommenden Tage an. Bereits am Montag hatte sie erklärt, sie werde als fraktionslose Einzelabgeordnete im Bundestag sitzen. Sie hatte in Sachsen ein Direktmandat gewonnen. Ihren Fraktionsvorsitz im sächsischen Landtag gab Petry am Dienstag ab, ihr Mandat als einfache Abgeordnete will sie aber behalten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entspannen im großen Stil mit stylischen Ledersofas
Topseller bei XXXLutz
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal