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Nach Hochwasserkatastrophe: Wählen im Zelt – Bundestagswahl im flutgeschädigten Ahrtal

Nach Hochwasserkatastrophe  

Wählen im Zelt – Bundestagswahl im flutgeschädigten Ahrtal

31.08.2021, 16:12 Uhr | dpa, pdi

Nach Hochwasserkatastrophe: Wählen im Zelt – Bundestagswahl im flutgeschädigten Ahrtal. Altenahr: Meterhoch türmen sich Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über der Ahr.  (Quelle: dpa)

Altenahr: Meterhoch türmen sich Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über der Ahr. (Quelle: dpa)

Das rheinland-pfälzische Ahrtal wurde besonders von der Flutkatastrophe getroffen. Trotz der Zerstörungen im Ort aber müssen die Menschen bei der Bundestagswahl wählen können. Das Land improvisiert.

Auch im flutgeschädigten Ahrtal mit 133 Todesopfern und vielen zerstörten Wahllokalen kann die Bundestagswahl am 26. September "rechtssicher und ordnungsgemäß" ablaufen. Das versicherte der rheinland-pfälzische Landeswahlleiter Marcel Hürter am Dienstag in Berlin. Bundeswahlleiter Georg Thiel sagte, dafür sei auch mit improvisierten Lösungen "das Möglichste getan" worden.

Erste Überlegungen kurz nach der Hochwasserkatastrophe am 14. und 15. Juli, die Wahl im Ahrtal zu verschieben, seien verworfen worden. In den Hochwassergebieten im benachbarten Nordrhein-Westfalen seien dagegen keine Provisorien nötig. Hier müssten nur einzelne Wahllokale in andere Gebäude verlegt werden.

"Mobile Außenstellen" geplant

Im Ahrtal sind die Verbandsgemeinde (VG) Altenahr und die Kurstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler besonders stark von der Sturzflut verwüstet worden. Viele Wähleradressen sind ihr zum Opfer gefallen. Laut Landeswahlleiter Hürter wird hier mit Faltblättern sowie über Internetseiten und soziale Medien über die Bundestagswahl informiert.

Ziel sei es, mit der normalen Briefwahl und dem Wählen in "mobilen Außenstellen" möglichst viele Wahlberechtigte schon vor der eigentlichen Abstimmung am 26. September zum Kreuzchenmachen zu bewegen. Sechs Kleinbusse sollen dafür mit Zelten und Pavillons vom 14. bis 24. September insgesamt rund 120 Mal für jeweils drei Stunden an verschiedenen Orten Station in der VG Altenahr und in Bad Neuenahr-Ahrweiler machen. Am Wahltag selbst sind für diese beiden Kommunen insgesamt nur drei traditionelle Wahllokale vorgesehen, in Bad Neuenahr-Ahrweiler dabei in zwei größeren Zelten.

Bei der Bundestagswahl 2017 hat laut dem Büroleiter von Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ottmar Fuhrmann, etwa jeder zweite Wähler in der Kurstadt Briefwahl gemacht. "Ich vermute, dieses Mal werden es noch deutlich mehr sein", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Wahlbeteiligung werde wohl nicht steigen im Vergleich zu 2017 - aber das sei Spekulation. Im gesamten Bundestagswahlkreis Ahrweiler hatte sie damals bei 77,5 Prozent gelegen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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