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Nach Vergewaltigung in Freiburg: Anhänger und Gegner der AfD demonstrieren

Nach mutmaßlicher Vergewaltigung  

Anhänger und Gegner der AfD demonstrieren in Freiburg

30.10.2018, 09:18 Uhr | dpa

Demos nach Vergewaltigung in Freiburg. (Quelle: dpa/dpa / Sebastian Gollnow)

Freiburg: Die Stadt im Breisgau ist in Aufruhr nach der Gruppenvergewaltigung einer Frau mit mindestens acht Tätern. (Quelle: SAT.1)

Freiburg in Aufruhr nach Gruppenvergewaltigung

Nach der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau erhält der Oberbürgermeister von Freiburg Morddrohungen. Die Bürger gehen währenddessen gegen eine Kundgebung der AfD auf die Straße - aus Wut, Angst und weil sie gegen die Instrumentalisierung des Verbrechens sind. (Quelle: SAT.1)

Freiburg: Die Stadt im Breisgau ist in Aufruhr nach der Gruppenvergewaltigung einer Frau mit mindestens acht Tätern. (Quelle: SAT.1)


Noch sind die Hintergründe des Verbrechens in Freiburg nicht aufgeklärt. Mehrere Männer sollen dort eine Frau vergewaltigt haben. Die AfD ruft zu einer Demonstration auf – doch die Gegenproteste sind deutlich größer. 

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg sind am Montagabend zwei Demonstrationen durch die Stadt gezogen. Die AfD hatte zu einer Versammlung aufgerufen - an ihr nahmen nach Angaben eines Polizeisprechers 300 bis 500 Menschen teil. Mehrere Gruppen bildeten eine Gegendemonstration, um vor einer Instrumentalisierung des Verbrechens zu warnen. Hier zählte die Polizei rund 1500 Menschen.

Polizisten hielten die beiden Gruppen auseinander. Allerdings musste der AfD-Zug über eine andere Strecke umgeleitet werden und auch unterwegs mehrfach anhalten, weil Gegendemonstranten ihn blockierten. Immer wieder kam es laut Augenzeugen zu Rangeleien zwischen Polizisten und Gegendemonstranten, die versuchten, den AfD-Zug aufzuhalten. Über Verletzte und Festnahmen war nichts bekannt.

Während der AfD-Abschlusskundgebung vor dem Rathaus blockierten Gegendemonstranten sämtliche Wege zu dem Platz. Deshalb konnten die Teilnehmer erst etwa 40 Minuten nach Ende der Veranstaltung abziehen. Um kurz nach 21.00 Uhr hatten sich beide Demonstrationen aufgelöst.

Nach einem Disco-Besuch soll eine 18-Jährige in der Nacht zum 14. Oktober von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Die Polizei nahm acht Tatverdächtige fest - sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und einen 25 Jahre alten Deutschen. An Spekulationen über mögliche weitere Täter beteilige man sich nicht, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Der parteilose Oberbürgermeister Martin Horn hatte vor den Demonstrationen zur Besonnenheit aufgerufen. "Ich hoffe, dass die Demonstrationen friedlich bleiben und nicht weitere Gewalt und Hass nach sich ziehen. Es gibt in Freiburg keinen Raum für Straftäter und so furchtbare Straftaten", sagte Horn der Deutschen Presse-Agentur. Aber es gebe auch keinen Raum für Menschen, die solche grausigen Straftaten dann politisch instrumentalisierten.

Demos nach Vergewaltigung in Freiburg:  Die AfD rief zu einer Versammlung auf, mehrere Gruppen planten eine Gegendemonstration und eine Kundgebung, um vor einer Instrumentalisierung des Verbrechens zu warnen. (Quelle: dpa/Patrick Seeger)Demos nach Vergewaltigung in Freiburg: Die AfD rief zu einer Versammlung auf, mehrere Gruppen planten eine Gegendemonstration und eine Kundgebung, um vor einer Instrumentalisierung des Verbrechens zu warnen. (Quelle: Patrick Seeger/dpa)

Das Opfer hatte nach eigenen Angaben in einer Diskothek mit einer Freundin gefeiert und von einem unbekannten Mann ein Getränk erhalten. Gegen Mitternacht habe die Frau den Club mit dem Mann verlassen. Durch eine unbekannte Substanz in dem Getränk sei sie wehrlos gewesen. In einem nahen Gebüsch kam es dann nach Darstellung der Frau zu einem sexuellen Übergriff durch einen der mutmaßlichen Täter. Nach ihm sollen sich auch seine Begleiter an ihr vergangen haben. Die Polizeisprecherin bestätigte, dass im Blut des Opfers berauschende Mittel nachgewiesen werden konnten.

Gegen einen Verdächtigen habe bereits ein Haftbefehl wegen eines anderen Deliktes bestanden, bestätigte das Innenministerium in Stuttgart. Dieser war aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht vollstreckt worden. Dies sei aber zeitnah vorgesehen gewesen.

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