• Home
  • Politik
  • Deutschland
  • Gesellschaft
  • Ministerin Klöckner löst mit Nestlé-Video Shitstorm aus: "Schleichwerbung!"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextUmstrittene RBB-Chefin tritt zurückSymbolbild für einen TextFDP-Kritik an Corona-PaketSymbolbild für einen Text"Magnum"-Star ist totSymbolbild für einen TextErstes Spiel für ManCity: Haaland überragtSymbolbild für einen TextSchiri-Entscheidungen: Schalke sauerSymbolbild für einen TextHalle Berry überrascht mit neuem LookSymbolbild für einen TextPink-Floyd-Star sorgt für EmpörungSymbolbild für einen TextDeutscher Diplomat in Rio festgenommenSymbolbild für einen TextBayern-Stars feiern an Currywurst-BudeSymbolbild für einen TextBriten sollen Flusskrebse zerquetschenSymbolbild für einen TextMann verlässt Kneipe – MesserangriffSymbolbild für einen Watson TeaserHeftiger Eklat um Star-DJ Robin SchulzSymbolbild für einen TextMit Kult-Loks durch Deutschland reisen – jetzt spielen

Nestlé-Video mit Klöckner löst Shitstorm aus

Von t-online, sth

Aktualisiert am 06.06.2019Lesedauer: 3 Min.
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner: In einem Video auf Twitter präsentiert sie sich mit dem umstrittenen Konzern Nestlé. (Archivfoto)
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner: In einem Video auf Twitter präsentiert sie sich mit dem umstrittenen Konzern Nestlé. (Archivfoto) (Quelle: snapshot/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

In einem Twitter-Video lobt Ernährungsministerin Julia Klöckner den Lebensmittelriesen Nestlé. Etliche Nutzer kritisieren das als Werbung. Das Ministerium sieht das anders.

In einem umstrittenen Video lobt Bundesernährungsministerin Julia Klöckner den Lebensmittelkonzern Nestlé. Etliche Twitter-Nutzer kommentierten das mit den Worten "Schleichwerbung" oder "Lobbyismus". Worum es geht, erklärt t-online.de.


Superfood: Die 15 gesündesten Lebensmittel

Rosenkohl: Er zählt zu den gesündesten Lebensmitteln. Er entschärft etwa Schadstoffe aus gegrilltem Fleisch, was vor Krebs schützen kann.
Blaubeeren: Die kleinen Nährstoffbomben sind besonders reich an so genannten Antioxidantien. Das sind Schutzstoffe, die schädliche Stoffwechselprodukte abfangen und so vor Gefäßverkalkung und Krebs schützen. Alternativen sind andere dunkle Beeren- und Obstsorten, zum Beispiel Preiselbeeren, Brombeeren, Kirschen oder rote Trauben.
+13

Dahinter steckt eine freiwillige Vereinbarung, die das Ministerium im Dezember mit einigen großen Lebensmittelkonzernen getroffen hat. Ministerin Klöckner will damit erreichen, dass Fertigprodukte gesünder werden. Die Abmachung soll große Konzerne dazu bewegen, weniger Zucker, Salz und Fett in Fertigprodukten einzusetzen.

In dem Video steht Klöckner neben dem Nestlé-Vorstandsvorsitzenden Marc-Aurel Boersch. Sie lobt den Konzern: "Ich freue mich, dass wir Unterstützung haben für unsere Innovations- und Reduktionsstrategie. Weniger Zucker, weniger Salz und weniger Fett in den Produkten, die die Bürger gerne mögen."

Wenig Verständnis für so viel Lob

Doch einige Twitter-User haben für so viel Lob wenig Verständnis. Seit Jahren steht der Konzern Nestlé in der Kritik. Umweltorganisationen sehen in ihm einen Umweltsünder, auch Verbraucherschützer kritisierten ihn schon öfter – zum Beispiel für ungesunde Babynahrung.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Chinesische Kriegsschiffe überqueren Grenze – Taiwan schickt Kampfjets
Ein bewaffnetes taiwanesisches Kampfflugzeug startet, um chinesische Flugzeuge abzufangen: nach dem Besuch von Nancy Pelosi spitz sich die Lage im Taiwan-Konflikt zu.


Nestlé vertreibt mehr als 2.000 Marken. In 190 Ländern ist der Konzern vertreten. Auch wer hier in Deutschland einkaufen geht, kommt an Nestlé-Produkten kaum vorbei. Die lobenden Worte der Ministerin erscheinen da vielen als unangebracht.

Einige Twitter-User, darunter der YouTuber Rezo, kritisierten das Ministerium aber vor allem für die Art der Darstellung. Sowas sollte als Werbung gekennzeichnet werden, schrieb der Cartoonist Ralph Ruthe. Auch Rezo schrieb: "Fun Fact: Hätte ich exakt diesen Tweet mit genau so einem Video gepostet, hätte ich es als #Werbung kennzeichnen müssen."

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

So reagiert das Ministerium auf die Kritik

Julia Klöckner verteidigte hingegen ihr Vorgehen und bezeichnete die Kritiker als "Hatespeaker". Das Ministerium äußerte zwar Verständnis für die Kritik, steht aber weiter zu dem Treffen mit dem Nestlé-Chef: "Politik heißt, im Gespräch zu bleiben", hieß es in einem weiteren Tweet.

Eine Ministeriumssprecherin schrieb t-online.de: Zucker, Fette und Salze in Fertigprodukten zu reduzieren, könne nur gelingen, wenn auch die Ernährungswirtschaft ihren Beitrag dazu leistet. "Umso erfreulicher ist es, wenn ein weltweit agierender Lebensmittelkonzern als Positivbeispiel Teil der Strategie und deren Umsetzung ist", hieß es.

So wurde beispielsweise bereits vereinbart, den Zuckergehalt in Frühstückscerealien um 20 Prozent, den in Erfrischungsgetränken um 15 Prozent und den in Kinderjoghurts um 10 Prozent zu senken. Laut dem Twitter-Beitrag des Ministeriums heißt es: "Sie haben 10% der Inhalte reduziert; weitere 5% sollen folgen."

"Erfolg hängt vom Willen der Industrie ab"

Im Januar ist die Initiative des Bundesernährungsministeriums für weniger Salz, Fette und Zucker in Fertiglebensmitteln gestartet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wartet gespannt auf Ergebnisse, gerade bei Zucker. Sie kennt keinen Fall, in dem freiwillige Vereinbarungen mit der Industrie wirkten, wenn die Regierung keine Druckmittel einsetzte, wie Ernährungsspezialist Francesco Branca im Dezember in Genf sagt.

"Eine Änderung der Rezepturen ist möglich, aber der Erfolg hängt vom Willen der Industrie ab und davon, mit welchem Nachdruck die Regierung die Veränderungen veranlasst", sagte Branca. "Wir empfehlen eine Steuer auf Zucker als kosteneffektive Lösung, um den Zuckerverbrauch runterzubringen. Studien zeigen: Wenn der Preis rauf geht, geht der Verbrauch runter."


Anders als 50 Länder, die Steuern auf Zucker eingeführt haben, etwa Mexiko und Großbritannien, lehnt die Bundesregierung dies ab. Zwar beeinflussten solche Steuern das Kauf- und Konsumverhalten. Ob das anhaltend wirke, sei aber noch unklar, so das Ministerium. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch warf Julia Klöckner einen "Kuschelkurs mit der Lebensmittelwirtschaft" vor.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Annika Leister
Von Miriam Hollstein, Annika Leister
DeutschlandTwitter
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website