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Demonstration gegen Frankreich in Berlin: "Allahu akbar"-Rufe

Nach Terror in Nizza  

Demonstration gegen Frankreich in Berlin: "Allahu akbar"-Rufe

30.10.2020, 08:56 Uhr | cck, t-online

Demonstration gegen Frankreich in Berlin: "Allahu akbar"-Rufe. U-Bahnhof Hermannplatz: Hier haben am späten Donnerstagnachmittag 150 Menschen gegen die französische Politik demonstriert. (Quelle: imago images/Travel-Stock-Images)

U-Bahnhof Hermannplatz: Hier haben am späten Donnerstagnachmittag 150 Menschen gegen die französische Politik demonstriert. (Quelle: Travel-Stock-Images/imago images)

Etwa 150 Menschen haben in Neukölln gegen die französische Politik und Mohammed-Karikaturen demonstriert – nur wenige Stunden nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Messerangriff in Nizza. 

In Berlin haben etwa 150 Menschen gegen die angeblich islamfeindliche Politik Frankreichs demonstriert. Die Demonstration am späten Donnerstagnachmittag sei kurzfristig von einer Einzelperson angemeldet worden, berichten verschiedene Berliner Medien. Ein Video der Demonstration zeigt, wie Demonstranten "Allahu Akbar"  (Deutsch: "Gott ist groß") rufen. 

Laut Polizei habe es bei der Demonstration keine größeren Vorkommnisse gegeben. Der Tagesspiegel berichtet, Ermittler hätten unter den Demonstrierenden Mitglieder der Islamisten-Szene ausmachen können. Der Pressestelle der Polizei lagen dazu keine Informationen vor.  

Mutmaßlich islamistischer Anschlag in Frankreich am selben Tag

Erst am Donnerstagvormittag hatte es in Nizza eine Terrorattacke gegeben, bei der drei Menschen von einem mutmaßlichen Islamisten ermordet worden sind. Der Attentäter rief während der Tat in einer Kirche Berichten zufolge ebenfalls "Allahu Akbar". Zudem wurde der Wachmann eines französischen Konsulats in Saudi-Arabien mit einem Messer attackiert. Bei dieser Tat ist der Hintergrund noch nicht geklärt.  
 

 
Die Beziehungen zwischen Frankreich und vielen arabischen Staaten sind derzeit sehr angespannt. Vor etwa zwei Wochen war ein Lehrer in einem Pariser Vorort von einem Islamisten enthauptet worden ist. Der Geschichtslehrer hatte in seinem Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte daraufhin, dass der Islam "weltweit in der Krise" stecke und Mohammed-Karikaturen zur Meinungsfreiheit gehörten. 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte ihm daraufhin eine psychologische Behandlung nahegelegt, arabische Staaten riefen dazu auf, französische Produkte zu boykottieren. Das Satiremagazin Charlie Hebdo, selbst bereits Ziel islamistischer Angriffe, veröffentlichte eine Karikatur über Erdoğan, die in islamischen Staaten für Wut sorgte.

Verwendete Quellen:

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