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Deutscher Generalkonsul trifft erneut Deniz Yücel

Sieben Monate im Gefängnis  

Deutscher Generalkonsul besucht erneut Deniz Yücel

19.09.2017, 19:27 Uhr | AFP

Deutscher Generalkonsul trifft erneut Deniz Yücel. Eine Zeichnung des in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel bei einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt. (Quelle: dpa/Paul Zinken)

Eine Zeichnung des in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel bei einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt. (Quelle: Paul Zinken/dpa)

Seit über einem halben Jahr sitzt "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel in der Türkei im Gefängnis. Erst schien die türkische Justiz den Besuch des deutschen Generalkonsuls verhindern zu wollen, dann wurde doch ein Treffen gewährt.

Der deutsche Generalkonsul in Istanbul hat am Dienstag erneut den inhaftierten Journalisten Deniz Yücel in Haft besuchen können. Georg Birgelen habe über eine Stunde mit dem "Welt"-Korrespondenten im Gefängnis von Silivri gesprochen, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Es gehe ihm "den Umständen entsprechend gut". Das Auswärtige Amt hatte erst am Freitag mitgeteilt, dass ein erneuter Haftbesuch bei Yücel verweigert worden sei.

Weiterhin angespanntes Verhältnis

Der "Welt"-Korrespondent sitzt bereits seit dem 14. Februar in Haft. Der deutsch-türkische Journalist hatte sich damals freiwillig der Polizei in Istanbul gestellt. Ihm werden "Terrorpropaganda" und "Volksverhetzung" vorgeworfen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete ihn wiederholt als deutschen "Spion" und "Agenten" der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

Seit seiner Inhaftierung gab es immer wieder Streit um Haftbesuche deutscher Diplomaten. Da Yücel neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, hat Deutschland keinen Rechtsanspruch auf konsularische Betreuung. Der Fall Yücels sowie die offenbar politisch motivierte Inhaftierung weiterer deutscher Bürger belasten seit Monaten die deutsch-türkischen Beziehungen.

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