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200 Jahre Karl Marx: Reaktionen aus Politik: "Marx ragt heraus"

Politiker über Karl Marx  

"In der Analyse korrekt, in der Therapie verheerend"

Von Patrick Diekmann

05.05.2018, 09:43 Uhr
200. Geburtstag: Karl-Marx-Skulptur in Chemnitz spricht (Screenshot: dpa)
Hier spricht Karl Marx über die Gegenwart

200. Geburtstag; Hier spricht Karl Marx über die Gegenwart. (Quelle: dpa)

200. Geburtstag; Hier spricht Karl Marx über die Gegenwart. (Quelle: dpa)


Verehrt und verteufelt: An den Theorien von Karl Marx scheiden sich bis heute die Geister. Welche Bedeutung haben seine Überlegungen heute noch? t-online.de befragte die Parteien im Bundestag.

Er gilt als einer der einflussreichsten und umstrittensten deutschen Denker: der vor 200 Jahren (5. Mai 1818) in Trier geborene Karl Marx. Zwar hat sich seine These vom zwangsläufigen Untergang des Kapitalismus mehr als 150 Jahre nach Erscheinen des "Kapitals" nicht bewahrheitet. Doch ist deshalb alles falsch, was der bärtige Philosoph zu Papier gebracht hat? Wie beurteilen heutige Politiker seine Thesen?

Gregor Gysi, Die Linke, Präsident der Europäischen Linken

Ex-Linke Fraktionschef Gregor Gysi: Er sprach über seine Nachfolgerin Sahra Wagenknecht und ihre Idee einer linken Sammlungsbewegung. (Quelle: dpa/Archivbild)Ex-Linke Fraktionschef Gregor Gysi: Er sprach über seine Nachfolgerin Sahra Wagenknecht und ihre Idee einer linken Sammlungsbewegung. (Quelle: Archivbild/dpa)

"Unter den Autoren, die versucht haben, die Moderne auf den Begriff zu bringen, ragt Marx heraus. Es ist ihm gelungen, wesentliche Strukturen der ökonomischen Praxis des Kapitalismus begrifflich herauszuarbeiten, womit sich heute noch arbeiten lässt. Sicher gibt es zeitbedingte Grenzen und politische Fehleinschätzungen, aber auch die sind ja noch interessant."

Katrin Göring-Eckardt, Bündnis 90/ Die Grünen, Fraktionsvorsitzende

Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen). (Quelle: dpa)Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen). (Quelle: dpa)

"Marx wollte gerade nicht die Herrschaft des einen über den anderen. Also auch nicht die Herrschaft der Funktionäre über die Arbeiterklasse. Insofern passt der Marx, den ich aus den Büchern kenne, nicht zu der Ikone, die mir in der DDR überall entgegengehalten wurde."

Marco Buschmann, FDP, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer

Marco Buschmann (FDP). (Quelle: dpa)Marco Buschmann (FDP). (Quelle: dpa)


"Karl Marx ist und bleibt ambivalent. Auf der einen Seite steht der scharfsinnige Denker. Auf der anderen Seite steht der Schöpfer eines Gedankengebildes, das der Rechtfertigung von Tyrannei und Massenmord gedient hat."

Uwe Schummer, CDU/CSU, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe im Bundestag

Uwe Schummer (CDU/CSU). (Quelle: imago)Uwe Schummer (CDU/CSU). (Quelle: imago)

"200. Jahre Karl Marx. In der Analyse korrekt, in der Therapie verheerend. Kapitalismus hat soziale, der Marxismus kapitale Fehler. Die Botschaft von Karl Marx war richtig: Arbeit als zentraler Faktor des Wirtschaftens. Vergessen dürfen wir aber auch nicht, dass seine Theorie Nährboden vieler Diktaturen war und noch heute ist. Die Soziale Frage müssen wir lösen; seine Ansichten kritisch beleuchten."

Alexander Gauland, AfD, Bundes- und Fraktionsvorsitzender im Bundestag

Alexander Gauland: Der AfD-Bundes- und Fraktionsvorsitzende hält nicht viel von Karl Marx. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)Alexander Gauland: Der AfD-Bundes- und Fraktionsvorsitzende hält nicht viel von Karl Marx. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

"Ich lade jeden politisch Interessierten herzlich ein, am Vortrag und am Schweigemarsch ‚Marx vom Sockel holen!‘ teilzunehmen. Dem Kommunismus, der so viel Leid über viele Völker gebracht hat, sollte kein Denkmal gesetzt werden."

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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