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2.000 Verdächtige bei Grenzkontrollen gefasst

Kampf gegen Terror und Kriminalität  

2.000 Verdächtige bei Grenzkontrollen gefasst

25.05.2018, 20:28 Uhr | dpa

. Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich: Kontrollen schützen nicht nur vor der Einreise von illegalen Einwanderern, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. (Quelle: dpa/Peter Kneffel)

Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich: Kontrollen schützen nicht nur vor der Einreise von illegalen Einwanderern, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. (Quelle: Peter Kneffel/dpa)

Freie Fahrt an deutschen Grenzen war einmal. Doch die Innenministerien von Land und Bund loben die wieder eingeführten Kontrollen – nicht nur, weil dadurch illegale Flüchtlinge geschnappt werden.

Bei den Kontrollen an den EU-Binnengrenzen registriert die Polizei nicht nur Tausende beim Versuch der illegalen Einreise, sondern fängt auch Verbrecher ab. Im vergangenen Jahr seien an bayerischen Kontrollstellen sowie im Grenzgebiet rund 2.000 mutmaßliche Straftäter festgenommen worden, berichtete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag an der Kontrollstelle in Kiefersfelden an der Grenze zu Österreich.

Die Polizei schnappte zudem 286 Schleuser, die rund 750 Menschen illegal nach Deutschland bringen wollten. Nicht nur wegen der Migration, sondern auch im Kampf gegen Kriminalität und Terrorismus seien die Kontrollen weiter notwendig und ihre erneute Verlängerung um ein halbes Jahr unverzichtbar, betonten Herrmann und der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer (CSU).Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, und Stephan Mayer (CSU), Staatssekretär im Bundesinnenministerium, an einem Grenzübergang in Bayern: Im vergangenen Jahr konnte die Polizei rund 2.000 Verdächtige durch Kontrollen schnappen.  (Quelle: dpa/Peter Kneffel)Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, und Stephan Mayer (CSU), Staatssekretär im Bundesinnenministerium, an einem Grenzübergang in Bayern: Im vergangenen Jahr konnte die Polizei rund 2.000 Verdächtige durch Kontrollen schnappen. (Quelle: Peter Kneffel/dpa)

Im Schengen-Raum, dem die meisten EU-Länder angehören, sind Grenzkontrollen eigentlich nur für Ausnahmefälle vorgesehen. Deutschland hatte im September 2015 angesichts des starken Flüchtlingszuzugs an der Grenze zu Österreich mit den zeitweisen Kontrollen begonnen. Sie finden stichprobenartig an drei grenzüberschreitenden Autobahnen und ansonsten wechselnden Orten statt.

Ministerium begrüßt Aufbau von bayerischer Grenzpolizei

Mayer sagte, von rund 50.000 Menschen, die 2017 unerlaubt nach Deutschland einzureisen versucht hätten, seien mehr als 16.000 allein an bayerischen Außengrenzen aufgegriffen worden. Das sei rund jeder Dritte – "was zeigt, dass die Grenzkontrollen nach wie vor Sinn machen". Gut 7.000 Menschen seien hier zurückgewiesen worden. Zwar seien die Migrantenzahlen gemessen am Jahr 2015 stark zurückgegangen. Es gebe aber Hinweise, dass wieder mehr Menschen versuchten, über die Balkanroute nach Deutschland zu gelangen.

Mayer begrüßte den geplanten Aufbau einer bayerischen Grenzpolizei. Er appelliere an die Adresse anderer Bundesländer, "es dem Freistaat Bayern gleichzutun und die jeweilige Landespolizei zu ertüchtigen". Die geplante Grenzpolizeidirektion soll Anfang Juli in Passau gegründet werden. Sie soll zunächst mit den jetzt schon an den Grenzen eingesetzten 500 Beamten starten; bis 2023 soll die Zahl auf 1.000 Beamte verdoppelt werden.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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