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Angela Merkel in Harvard mit Ehrendoktorwürde ausgezeichnet

US-Elite-Universität  

Merkel in Harvard mit Ehrendoktorwürde ausgezeichnet

31.05.2019, 08:38 Uhr | dpa

Angela Merkel in Harvard mit Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Ehrendoktorwürde für Angela Merkel: Sie habe ihren Willen gezeigt, für das einzustehen, was sie für richtig halte – auch wenn dies unpopulär sei. (Quelle: Reuters/Brian Snyder)

Ehrendoktorwürde für Angela Merkel: Sie habe ihren Willen gezeigt, für das einzustehen, was sie für richtig halte – auch wenn dies unpopulär sei. (Quelle: Brian Snyder/Reuters)

In vollem akademischen Ornat hat die Bundeskanzlerin an der US-Elite-Uni Harvard die Ehrendoktorwürde entgegengenommen. Explizites Lob gab es für Merkels Slogan "Wir schaffen das".

Kanzlerin Angela Merkel hat die Ehrendoktorwürde der US-Eliteuniversität Harvard erhalten. Harvard-Präsident Larry Bacow verlieh Merkel die Auszeichnung bei einer feierlichen Zeremonie in der Hochschule in Cambridge, einem Vorort von Boston. Die Universität würdigte unter anderem, Merkels bisherige Zeit im Amt sei geprägt gewesen von Pragmatismus und kluger Entschlossenheit.

Explizit lobte die Universität Merkels Slogan "Wir schaffen das" in der Flüchtlingskrise, der ihr in Deutschland viel Kritik eingebracht hatte. Merkels Entscheidung, in großer Zahl Migranten und Flüchtlinge ins Land zu lassen, habe ihren Willen gezeigt, für das einzustehen, was sie für richtig halte – auch wenn dies unpopulär sei. Das Gleiche gelte etwa auch für ihr Vorgehen in der europäischen Schuldenkrise. Merkel bekam bei der Verleihung viel Applaus. Während der Ehrung brandete mehrfach Beifall von Absolventen und anderen Zuhörern auf.

"Keine klassische politische Rede"

Am späten Donnerstag deutscher Zeit wollte Merkel eine Rede vor Absolventen der Universität halten. Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen mit US-Präsident Donald Trump wurde die Ansprache mit Spannung erwartet. Es werde "keine klassische politische Rede sein, sondern eine Rede, die auch mein Leben den Studenten nahebringt und die daraus entstandenen Lehren dann auch beinhaltet", hatte Merkel kürzlich dem US-Sender CNN gesagt.


Ein Treffen mit Trump ist bei Merkels Kurzbesuch in den USA nicht geplant. Nach Angaben eines deutschen Regierungssprechers hatte die US-Seite frühzeitig mitgeteilt, dass der Präsident an diesem Tag nicht in Washington sein werde. Trump wollte am Donnerstag vor Absolventen der US Air Force Academy im US-Bundesstaat Colorado sprechen – fast 3000 Kilometer von Harvard entfernt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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