Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Ermittlungen in Hessen: Hasskommentare nach Lübcke-Mord - Mehr als 100 Verfahren

Ermittlungen in Hessen  

Hasskommentare nach Lübcke-Mord - Mehr als 100 Verfahren

10.08.2019, 11:20 Uhr | dpa

Ermittlungen in Hessen: Hasskommentare nach Lübcke-Mord - Mehr als 100 Verfahren. Anhänger der rechtsextremen Kleinstpartei "Die Rechte" demonstrieren in Kassel.

Anhänger der rechtsextremen Kleinstpartei "Die Rechte" demonstrieren in Kassel. Foto: Swen Pförtner. (Quelle: dpa)

Kassel/Wiesbaden (dpa) - Ermittler in Hessen gehen derzeit in mehr als 100 Verfahren gegen Hasskommentare im Zusammenhang mit der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) vor.

Die Anzahl der bislang vorliegenden und in der Bearbeitung befindlichen Internetpostings liege "im niedrigen dreistelligen Bereich", sagte ein Sprecher des hessischen Landeskriminalamts (LKA) in Wiesbaden, ohne Zahlen zu nennen.

Grundsätzlich würden Hasspostings, die im direkten und indirekten Zusammenhang mit dem Fall stünden, innerhalb der LKA-Sonderkommission "Liemecke" bearbeitet. Hasspostings ohne Bezug zu dem Mord fallen dem LKA zufolge bei strafrechtlicher Relevanz in das Aufgabenfeld der örtlich zuständigen Polizeidienststellen. Die möglichen Straftaten reichen von Beleidigung und Drohung über Volksverhetzung bis zum öffentlichen Aufruf zu Straftaten.

Nach der Vorprüfung durch das LKA gehen die Fälle an die zuständigen Staatsanwaltschaften. "Bei der Staatsanwaltschaft Kassel sind mittlerweile vier Verfahren anhängig gemacht worden, drei Verfahren gegen unbekannt und ein Verfahren gegen einen namentlich bekannten Tatverdächtigen wegen Volksverhetzung, wobei die Identität noch zu überprüfen ist", erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel. Anfang Juli waren es noch zwei gewesen.

Der Rechtsextremist Stephan E. soll im Juni den Kasseler Regierungspräsidenten mit einem Kopfschuss getötet haben. Der mutmaßliche Täter, gegen den die Bundesanwaltschaft wegen Mordes ermittelt, sitzt in Untersuchungshaft. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat gestanden und sein Geständnis dann widerrufen. Nach der Tat hatte es im Netz zahlreiche Hasskommentare über Lübcke aus der mutmaßlich rechtsextremen Ecke gegeben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal