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Elf Tote nach Schüssen in Hanau: Das Wichtigste zum Anschlag im Überblick


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Das wissen wir über den rassistischen Anschlag

Von dpa, afp, rew

Aktualisiert am 20.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Polizisten vor der Wohnung des mutmaßlichen Schützen in Hanau: Der 43-Jährige veröffentlichte vor der Tat ein Video und ein Bekennerschreiben.
Polizisten vor der Wohnung des mutmaßlichen Schützen in Hanau: Der 43-Jährige veröffentlichte vor der Tat ein Video und ein Bekennerschreiben. (Quelle: Kai Pfaffenbach/Reuters-bilder)
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Nach dem rassistischen Anschlag in Hanau gibt es immer mehr Informationen zum Geschehen, den Opfern der Bluttat und zum mutmaßlichen Täter. Das Wichtigste im Überblick.

Neun Menschen sind am späten Mittwochabend in zwei Shisha-Bars und einem Café im hessischen Hanau erschossen worden. Auch der mutmaßliche Schütze ist tot, bei ihm fand man seine tote Mutter. Der Generalbundesanwalt sprach von einer "zutiefst rassistischen Gesinnung" des Täters und ermittelt wegen Terrorverdachts. Was wissen wir über die Tat? Die wichtigsten Informationen im Überblick.


Anschlag in Hanau: Eine Stadt unter Schock

Ein Projektil liegt in unmittelbarer Nähe des Tatorts am Heumarkt.
Hessens Innenminister Peter Beuth (li.) besucht den Tatort am Heumarkt.
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Was ist passiert?

Gegen 22 Uhr fielen den Ermittlern zufolge die ersten Schüsse in einer Shisha-Bar am Heumarkt in der Hanauer Innenstadt. Nur rund zwei Kilometer davon entfernt im Stadtteil Kesselstadt befindet sich ein weiterer Tatort, ein Kiosk mit einem Café. Dort fielen ebenfalls Schüsse. Auch in einer weiteren Shisha-Bar soll der Täter geschossen haben. Zudem wurde ein Auto beschossen. Nach der Tat soll der Täter seine Mutter und sich in seiner Wohnung erschossen haben, wo die Polizei ihre Leiche fand.

Schüsse in Hanau: Die Orte der Anschläge in Hessen.
Schüsse in Hanau: Die Orte der Anschläge in Hessen.

Was wissen wir über die Opfer?

Bei den Schüssen in den Lokalen gab es neun Todesopfer, alle hatten einen Migrationshintergrund. Sechs Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Bis auf eine Person haben auch sie einen Migrationshintergrund. Nach Angaben der türkischen Botschaft in Berlin sind unter den Todesopfern fünf türkische Staatsbürger.

Was ist über den Täter bekannt?

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um den 43-jährigen Tobias R.. Die Polizei fand ihn und seine Mutter während der Großfahndung in der Nacht tot in seiner Wohnung. Tobias R. stammt aus Hanau, zeitweilig soll er auch in Oberfranken und in Oberbayern gelebt haben. R. war Mitglied im Frankfurter Schützenverein Diana Bergen-Enkheim, besaß einen Waffenschein und offenbar legal mehrere Schusswaffen.

Im Verein wird R. als "ruhiger Typ" beschrieben. "Er hat keinerlei ausländerfeindliche Sprüche geklopft", sagte der Vorsitzende Claus Schmidt. Auch im Umgang mit Vereinsmitgliedern mit Migrationshintergrund habe er kein auffälliges Verhalten gezeigt. In Videos und Erklärungen im Internet verbreitete R. dagegen rassistische Aussagen und Verschwörungstheorien. Die Dokumente liegen t-online.de vor. Lesen Sie alles dazu HIER.

Liebe Leserinnen und Leser, nach der Tat von Hanau sind bestimmt auch Ihre Gedanken bei den Opfern. Was bewegt Sie mit Blick auf die Betroffenen und ihre Familien? Teilen Sie Ihre Beileidsbekundungen und formulieren Sie unterstützende Worte. Schicken Sie uns Ihre Gedanken per E-Mail an leseraufruf@t-online.de. Eine Auswahl der Einsendungen werden wir mit Nennung des Namens veröffentlichen.

Gibt es einen politischen Hintergrund?

Der mutmaßliche Täter hatte eine "zutiefst rassistische Gesinnung", sagte der Generalbundesanwalt in einer Pressekonferenz. Er ermittelt wegen Terrorverdachts. Die Behörde spricht von einer "besonderen Bedeutung des Falls". R. sei zuvor nicht im Visier der Ermittler gewesen. Er sei weder als "fremdenfeindlich" bekannt gewesen noch polizeilich in Erscheinung getreten.

Besteht jetzt noch Gefahr?

"Aktuell gibt es keine Hinweise auf weitere Täter", berichtete die Polizei am frühen Morgen auf Twitter. Der bayerische Innenminister Joachim Hermann sagte, es solle nun geprüft werden, ob die anstehenden Faschingsumzüge in Deutschland und Treffpunkte von Migranten verstärkt geschützt werden sollen. Da seien sich die Innenminister von Bund und Ländern einig gewesen. "Denn wir wissen aus der Vergangenheit, dass grundsätzlich solche Taten auch Nachahmertaten haben können."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP
  • Eigene Recherchen
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