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Corona-Krise: Hofreiter kritisiert Unions-Streit über Lockdown-Hilfen

Teil-Lockdown  

Union streitet über Corona-Hilfen – scharfe Kritik von Hofreiter

01.12.2020, 14:43 Uhr | AFP

Corona-Krise: Hofreiter kritisiert Unions-Streit über Lockdown-Hilfen. Anton Hofreiter, Fraktionsvositzender von Bündnis 90/Die Grünen: "Solange es massive Einschränkungen gibt, solange muss auch geholfen werden." (Quelle: dpa/Michael Kappeler)

Anton Hofreiter, Fraktionsvositzender von Bündnis 90/Die Grünen: "Solange es massive Einschränkungen gibt, solange muss auch geholfen werden." (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

In der Union gibt es Streit darüber, in welchem Umfang sich die Bundesländer an den Kosten für den Teil-Lockdown beteiligen sollen. Grünen-Politiker Anton Hofreiter hält das für "brandgefährlich".

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat den Streit in der Union über die Fortführung der Wirtschaftshilfen für Unternehmen in der Corona-Krise als "brandgefährlich" kritisiert. "Dieser Streit untergräbt, was Unternehmen am dringendsten brauchen: Planungssicherheit und Verlässlichkeit", sagte Hofreiter. "Es muss klar sein: Solange es massive Einschränkungen gibt, solange muss auch geholfen werden."

Hofreiter forderte dabei allerdings auch, dass die Hilfen zielgenauer gestaltet werden müssten als im November und Dezember. "Sie sollten sich an den Betriebskosten und einem Unternehmerlohn statt am Umsatz orientieren", sagte der Grünen-Politiker. Zudem brauche es eine faire Lastenteilung von Bund und Ländern. "Ich fordere alle Beteiligten auf, da schnell eine verlässliche und solidarische Lösung zu schaffen, statt mit weiterem Streit Vertrauen in das Krisenmanagement zu gefährden."

CDU will Länder an Corona-Kosten beteiligen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hatte in den vergangenen Tagen mehrfach darauf hingewiesen, dass die finanzielle Belastungsfähigkeit des Bundes begrenzt sei. Er verlangt von den Ländern, sich bei einer Fortsetzung des Teil-Lockdowns an den Kosten für die Ausgleichszahlungen an die Wirtschaft zu beteiligen. Dafür erntete er zum Teil verärgerten Widerspruch von Ministerpräsidenten auch der Union.

Auch der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Christian von Stetten (CDU), übte am Dienstag scharfe Kritik an der Haltung der Bundesländer, wonach der Bund die Kosten für die Überbrückungshilfen weiterhin zum großen Teil finanziell übernehmen solle. "Dieses offensichtliche Selbstverständnis der Ministerpräsidenten, was die Zahlungspflicht des Bundes angeht, sollte schnell aufhören", sagte von Stetten in Berlin.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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