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Corona-Impfstoff: Deutschland erhält mehr Impfdosen – wegen Verzicht anderer

Von Moderna und Biontech  

Deutschland erhält mehr Impfdosen – wegen Verzicht anderer

08.01.2021, 13:50 Uhr | lw, t-online

Weltweiter Impfvergleich: So steht Deutschland da

Impfungen machen Hoffnung auf ein absehbares Ende der Corona-Pandemie. Doch der Start verlief in einigen Ländern holprig. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland keinen Spitzenplatz. (Quelle: t-online)

Animation zeigt: So steht Deutschland bei den Impfungen der Menschen im internationalen Vergleich da. (Quelle: t-online)


Weil andere EU-Staaten verzichten, erhält Deutschland einem Bericht zufolge mehr Impfdosen von Biontech und Moderna als vorgesehen. Die Umverteilung sorgte demnach zunächst für Ärger zwischen den Ländern. 

Moderna und Biontech, die Hersteller der in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe, stellen Deutschland mehr Impfdosen als geplant zur Verfügung. Wie der "Spiegel" berichtet, verzichteten demnach mehrere EU-Mitgliedstaaten auf ihre Anteile. Zunächst war vorgesehen, dass die von der EU bestellten Impfdosen je nach Bevölkerungsgröße auf die Länder verteilt werden. Demnach stünden der Bundesrepublik 18,6 Prozent der EU-Dosen zu. 

Insgesamt sollen 160 Millionen Dosen für die EU von Moderna kommen, das entspräche dem Bericht zufolge 30 Millionen. Stattdessen erhält Deutschland nun 50,5 Millionen Dosen, weil andere EU-Staaten ihre Kontingente nicht vollends ausgeschöpft haben. Dementsprechend werden die übrigens Dosen nun umverteilt. 

Länder erhalten Impfdosen zurück

Das ist auch der Fall bei den Impfdosen von Biontech: Deutschland bekäme bei gleichmäßiger Verteilung 18,6 Millionen Dosen des Herstellers, nun werden es offenbar 25 Millionen. Auch Frankreich profitiert von der Umverteilung. Staaten wie Belgien und Polen sollen Kritik an dieser Änderung geübt haben, heißt es in dem Bericht. Deutschland wolle die Dosen jedoch nicht zurückgeben – denn wer einmal verzichtet habe, könne jetzt nicht mehr nachfordern. 

Nach Auseinandersetzungen einigten sich die EU-Staaten auf einen Kompromiss: Demnach erhält Polen offenbar 650.000 Dosen zurück, Belgien bekommt 150.000 Dosen von Deutschland zurück. 

Verwendete Quellen:
  • Vorabmeldung des Spiegels (2/2021)

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