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Angela Merkels Abschiedsbesuch bei Queen und Johnson – "Sie wird fehlen"


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Briten wehmütig wegen Merkel: "Sie wird fehlen"

Von dpa, afp, dru

Aktualisiert am 03.07.2021Lesedauer: 3 Min.
London: Während ihres Abschiedsbesuchs in Großbritannien traf Angela Merkel auf Schloss Windsor auch auf Königin Elizabeth. (Quelle: Reuters)
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Eine Premiere bei der Queen und eine bemerkenswerte Pressekonferenz: Der Abschiedsbesuch von Angela Merkel in Großbritannien war keine Reise wie jede andere. Bei einigen Briten machte sich Wehmut breit.

Es war vermutlich der letzte offizielle Besuch von Angela Merkel in Großbritannien vor dem Ende ihrer Kanzlerschaft im Herbst – und einer mit besonderen Momenten. Nicht nur dass die Kanzlerin am Freitag an einer Videokonferenz mit dem britischen Kabinett teilnahm – eine Ehre, die den Angaben zufolge zuletzt 1997 dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton zuteil wurde. Es folgte eine bemerkenswerte Pressekonferenz mit Premier Boris Johnson und eine Privataudienz bei der Queen.

Bemerkenswert war der Auftritt mit dem britischen Regierungschef vor allem deshalb, weil ihn beide Politiker mit Blick auf Merkels nahes Ausscheiden aus dem Amt auch für ein Resümee nutzten. Johnson lobte: "Ich möchte Ihnen für das wirklich historische Engagement nicht nur in den deutsch-britischen Beziehungen, sondern auch in der globalen Diplomatie danken", sagte er. Merkel wiederum hob "die wunderbare Gastfreundschaft in Cornwall" beim G7-Gipfel vor Kurzem hervor.

Merkel: Stellen uns keine Zeugnisse aus

Die Kanzlerin machte aber auch keinen Hehl daraus, dass sie und Johnson sowohl bei den Inhalten als auch im Stil einiges trennt. Man blicke aufeinander und sehe, dass Menschen eben sehr verschieden sein können. Dennoch mache man das beste daraus, sagte Merkel. Zu guten Beziehung gehöre auch, dass man sich gegenseitig keine Zeugnisse ausstelle.

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Bei manch britischem User in den sozialen Medien sorgte der Auftritt für Wehmut. "Ich werde Angela Merkel vermissen. Sie ist eine ehrliche und kompetente Anführerin und wird fehlen", schrieb eine Nutzerin. Eine andere Nutzerin kommentierte bissig, Merkel möge doch nach dem Ende ihrer Amtszeit in Deutschland nach Großbritannien kommen und das Land von der Kloake befreien, die Westminster sei. Westminister ist der Regierungsbezirk in London. Andere warfen Johnson Unhöflichkeit vor, als er nach der Pressekonferenz aus dem Saal stürmte, ohne Merkel den Vortritt zu lassen.

Nicht unerwartet nutzte Premier Johnson den Auftritt auch für einen kleinen Seitenhieb gegen Deutschland nach der Niederlage der DFB-Elf im EM-Achtelfinale gegen England. "Manche Dinge haben sich während deiner Amtszeit bis zur Unkenntlichkeit verändert, aber die längste Zeit war es Tradition, Angela, dass England bei internationalen Fußballturnieren gegen Deutschland verliert. Ich bin dir natürlich dankbar, dass du mit dieser Tradition gebrochen hast, zumindest einmal." Die Kanzlerin witzelte zurück, dies sei "keine freiwillige Gabe von meiner Seite, um das Klima hier zu verbessern".

"Es war wunderbar"

Gelöster ging es dann auch beim Besuch auf Schloss Windsor zu. In Corona-Zeiten eine persönliche Audienz bei der Queen zu erhalten, ist an sich schon eine Seltenheit und damit eine große Ehre für die scheidende Kanzlerin. Bislang hat die Monarchin ihre Audienzen während der Pandemie meist virtuell abgehalten. Doch es war der Königin offenbar auch ein persönliches Anliegen.

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Beim Empfang merkte man, dass sich beide offensichtlich gut verstehen. Merkel schien sogar etwas nervös angesichts der Tatsache, erstmals in Schloss Windsor zu sein, wie sie hervorhob. Vor den Kameras sprach die Queen Merkel kurz auf ihr Treffen mit Premier Johnson an und fragte, wie sie anschließend nach Windsor gekommen sei: "Mit dem Hubschrauber", antwortete Merkel, "es war wunderbar."

Merkel war zuvor zweimal von Königin Elizabeth II. in London empfangen worden, 2008 und 2014. Ein Jahr später war die Königin zu Besuch in Berlin.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP
  • Bericht der "Süddeutschen Zeitung"
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Angela MerkelBoris JohnsonDeutschlandElizabeth II.EnglandGroßbritannienLondon

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