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China: Deutscher Botschafter und Merkel-Vertrauter Jan Hecker überraschend gestorben


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Deutscher Botschafter in China überraschend gestorben

Von afp, dpa
Aktualisiert am 06.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Jan Hecker schaut mit Angela Merkel in Unterlagen (Archivbild). Der deutsche Botschafter in China ist überraschend gestorben.
Jan Hecker mit Angela Merkel (Archivbild). Der deutsche Botschafter in China ist überraschend gestorben. (Quelle: Jens Schicke/imago-images-bilder)
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Völlig überraschend ist der deutsche Botschafter in China, Jan Hecker, gestorben. Der 54-jährige Merkel-Vertraute hatte erst im vergangenen August sein Amt angetreten.

Der deutsche Botschafter in China und Merkel-Vertraute, Jan Hecker, ist nach nur wenigen Tagen im Amt verstorben. "Mit tiefer Trauer und Bestürzung haben wir von dem plötzlichen Tod des deutschen Botschafters in China" erfahren, teilte das Auswärtige Amt am Montagmorgen mit.

"Unsere Gedanken sind in diesem Moment bei seiner Familie und den Menschen, die ihm nahestanden". Die Umstände seines Todes waren zunächst unklar.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bestürzt geäußert. "Der Tod Jan Heckers erschüttert mich zutiefst", sagte sie in einer Erklärung. "Ich trauere um einen hochgeschätzten langjährigen Berater von tiefer Menschlichkeit und herausragender Fachkenntnis. Ich denke voller Dankbarkeit an unsere Zusammenarbeit und bin froh, mit ihm über Jahre so eng verbunden gewesen zu sein."

Hecker hatte erst Ende August sein Amt als Botschafter in Peking angetreten. Zuvor war der 54-Jährige außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Jurist war verheiratet und hinterlässt drei Kinder.

Zunächst vorgeschriebene Quarantäne durchlaufen

Hecker hatte im August nach der Ankunft in Peking mit seiner Familie zunächst die in China übliche Quarantäne wegen der Corona-Pandemie durchlaufen. Zuvor war er im Bundeskanzleramt seit 2017 Leiter der Abteilung Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik gewesen und damit ein enger Vertrauter der Kanzlerin.

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Von 2011 bis 2015 war der Rechts- und Politikwissenschaftler als Richter am Bundesverwaltungsgericht tätig, nachdem er von 1999 bis 2011 im Bundesinnenministerium gearbeitet hatte. In Peking übernimmt sein Vertreter, der Gesandte Frank Rückert, vorläufig seine Aufgaben.

Wichtige Rolle in der Flüchtlingskrise

Hecker wurde 2015 Leiter des damals neu geschaffenen Koordinierungsstabes Flüchtlingspolitik, und er war in der Flüchtlingskrise maßgeblich mitverantwortlich dafür, das von der Kanzlerin ausgegebene Versprechen "Wir schaffen das" in die Tat umzusetzen. Damit rückte Hecker ins Zentrum der Regierungspolitik an Merkels Seite auf.

Er war der erste außenpolitische Berater der Kanzlerin, der nicht die klassische Diplomatenkarriere durchlaufen hatte, und er galt als herausragender außenpolitischer Aufsteiger. Nach der Bundestagswahl und dem Ende der Kanzlerschaft Merkels sollte Hecker nach Einschätzung von Beobachtern für Kontinuität im schwierigen Verhältnis zur aufstrebenden Großmacht China sorgen.

Vertreter des chinesischen Außenministeriums hatten seine Ernennung ausdrücklich begrüßt und auf seine Nähe zur Kanzlerin verwiesen, die in den zunehmenden Spannungen Europas mit China einen eher zurückhaltenden Kurs vertritt. "Was für traurige und schockierende Nachrichten", reagierte ein hoher Beamter des chinesische Außenministeriums auf den Tod des neuen Botschafters.

Deutsche Diplomaten in Peking wollten sich nicht zu den Umständen des Todes äußern und verwiesen nur auf das Auswärtige Amt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa
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