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Merkel verabschiedet sich mit Corona-Botschaft: "Schrecklich hohe Zahl"


"Schrecklich hohe Zahl"
Merkel verabschiedet sich mit eindringlicher Corona-Botschaft

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 04.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Angela Merkel: In ihrem letzten Podcast als geschäftsführende Bundeskanzlerin ruft Merkel die Bürgerinnen und Bürger noch einmal dazu auf, sich impfen zu lassen.Vergrößern des BildesAngela Merkel: In ihrem letzten Podcast als geschäftsführende Bundeskanzlerin ruft Merkel die Bürgerinnen und Bürger noch einmal dazu auf, sich impfen zu lassen. (Quelle: reuters)
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In ihrem letzten Podcast als Bundeskanzlerin richtet Angela Merkel noch einmal eine eindringliche Corona-Botschaft an die Bevölkerung. Dabei spricht sie von einer "sehr ernsten Lage" und wirbt für mehr Solidarität.

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu Solidarität im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung aufgerufen und erneut für mehr Impfungen geworben. "Wir sind mitten in dieser vierten Pandemiewelle in einer sehr ernsten Lage, in manchen Teilen unseres Landes kann man sie nur dramatisch nennen", sagte Merkel in ihrer letzten wöchentlichen Videobotschaft. Sie bitte daher noch einmal eindringlich: "Nehmen Sie das tückische Virus ernst."

Jede Impfung helfe, sagte Merkel mit Blick auf Erst- und Auffrischungsimpfungen. Sie verwies auf "übervolle Intensivstationen", Schwerkranke, die quer durch Deutschland geflogen werden müssten, und die derzeit "so schrecklich hohe Zahl" an Menschen, die das Virus das Leben koste. "Jeder von ihnen hinterlässt Familien oder Freunde, fassungslos, ratlos, hilflos. Das ist so bitter, weil es vermeidbar wäre. Mit den wirksamen und sicheren Impfstoffen haben wir den Schlüssel dazu in der Hand."

"Sie machen die große Mehrheit aus"

Merkel dankte den Menschen, "die in dieser schweren Zeit vernünftig und verständnisvoll sind" und sich aus Selbstschutz wie aus Fürsorge für andere an die Regeln hielten. "Sie machen die große Mehrheit in unserem Land aus. Sie zeigen täglich den Bürgersinn, der so wunderbar an unserem Land ist – und ohne den kein Bundeskanzler und keine Regierung etwas erreichen kann." Die kommenden schweren Wochen seien nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu bewältigen, sagte Merkel. "Ich wünsche mir von Herzen, dass uns das zusammen gelingt."

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Die Kanzlerin zog außerdem eine zufriedene Bilanz ihrer über 600 Podcasts, in denen sie sich in den vergangenen Jahren regelmäßig am Wochenende an die Bevölkerung gewandt hatte. Bei der ersten Folge vor über 15 Jahren sei das Format "eine ziemliche Besonderheit" gewesen. "Ich habe den Podcast immer als eine Möglichkeit gesehen, Ihnen direkt über Themen zu berichten, die mir am Herzen liegen", sagte sie. Besonders in Pandemiezeiten sei ihr der Podcast sehr wertvoll gewesen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen afp und dpa
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