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Zehn deutsche IS-Anh├Ąngerinnen aus Syrien zur├╝ckgeholt

Von dpa
Aktualisiert am 31.03.2022Lesedauer: 3 Min.
IS-Fahne: Die Bundesregierung hat mehrere Anh├Ąngerinnen der Terrormiliz IS nach Deutschland zur├╝ckgeholt. (Symbolfoto)
IS-Fahne: Die Bundesregierung hat mehrere Anh├Ąngerinnen der Terrormiliz IS nach Deutschland zur├╝ckgeholt. (Symbolfoto) (Quelle: imago-images-bilder)
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Die Bundesregierung hat in einer R├╝ckholaktion zehn Frauen und 27 Kinder aus Syrien zur├╝ckgeholt. In Deutschland liegen bereits mehrere Haftbefehle gegen die M├╝tter vor. Sie sollen sich dem IS angeschlossen haben.

In einer neuen R├╝ckholaktion hat die Bundesregierung mutma├čliche IS-Anh├Ąngerinnen und deren Kinder aus einem Gefangenenlager in Syrien nach Deutschland gebracht. 27 deutsche Kinder und zehn M├╝tter seien am Mittwoch aus dem Lager Roj in Nordostsyrien zur├╝ckgeholt worden, erkl├Ąrte Au├čenministerin Annalena Baerbock (Gr├╝ne) in der Nacht zum Donnerstag. Der Generalbundesanwalt lie├č vier der Frauen direkt am Frankfurter Flughafen festnehmen.

Einer 36-J├Ąhrigen aus Rheinland-Pfalz werfen die Ermittler neben der Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) unter anderem auch Kriegsverbrechen vor, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz informierte ├╝ber die Festnahme einer f├╝nften, 27 Jahre alten Frau. Eine 28-J├Ąhrige wurde aufgrund eines Haftbefehls der Generalstaatsanwaltschaft D├╝sseldorf festgenommen.

Barbock: "Kinder haben ein Recht auf eine bessere Zukunft"

Baerbock, die von einer "├Ąu├čerst schwierigen Aktion" sprach, sagte, die M├╝tter m├╝ssten sich f├╝r ihr Handeln verantworten. "Die 27 Kinder sind letztlich Opfer des IS, und sie haben ein Recht auf eine bessere Zukunft fernab seiner t├Âdlichen Ideologie, und auf ein Leben in Sicherheit, wie wir es auch unseren eigenen Kindern w├╝nschen."

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurden die mutma├člichen IS-Anh├Ąngerinnen in den fr├╝hen Morgenstunden festgenommen, nachdem die planm├Ą├čige Ankunftszeit der Maschine gegen 23.00 Uhr gewesen sei. Die vier Frauen, gegen die der Generalbundesanwalt ermittelt, sind zwischen 23 und 36 Jahre alt und haben die deutsche Staatsangeh├Ârigkeit, eine von ihnen auch die marokkanische. Sie sollten am Donnerstag am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter vorgef├╝hrt werden.

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Deutschland hat in den vergangenen Jahren mehrfach deutsche IS-Anh├Ąngerinnen und ihre Kinder aus Syrien zur├╝ckgeholt. "Mit der heutigen Aktion ist der Gro├čteil der deutschen Kinder, deren M├╝tter zur R├╝ckkehr nach Deutschland bereit sind, in Sicherheit gebracht", sagte Baerbock. "Es gibt jetzt nur noch wenige, besonders gelagerte F├Ąlle, f├╝r die wir weiter an individuellen L├Âsungen arbeiten."

36-J├Ąhrige hielt mit ihrem Mann eine Frau als Sklavin

Laut Bundesanwaltschaft waren die vier Festgenommenen 2013 oder 2014 ├╝ber die T├╝rkei nach Syrien oder in den Irak gereist, drei von ihnen mit ihrem Mann. W├Ąhrend die M├Ąnner f├╝r den IS k├Ąmpften, waren sie vor allem f├╝r den Haushalt und die Kinderbetreuung zust├Ąndig. Die Familien wurden von der Terrororganisation unterst├╝tzt.

Die 36-J├Ąhrige und ihr Mann sollen dar├╝ber hinaus in ihrem Haus "eine gro├če Anzahl von Sprengstoff und Waffen" gelagert und eine Aufnahmestelle f├╝r alleinstehende IS-Frauen unterhalten haben. Au├čerdem soll das Paar eine jesidische Frau als Sklavin f├╝r die Hausarbeit und Versorgung der Kinder gehalten haben. Der Mann soll ihr gegen├╝ber regelm├Ą├čig sexuell ├╝bergriffig geworden sein, wovon seine Frau gewusst habe. Die rechtm├Ą├čigen Bewohner des Hauses seien geflohen oder vom IS vertrieben worden. Der Frau, die vor ihrer Ausreise in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz gelebt hatte, werden deshalb Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Menschenhandel und Verst├Â├če gegen das Waffenrecht vorgeworfen.

Die beiden j├╝ngsten Frauen hatten Deutschland noch als Jugendliche verlassen. Laut Bundesanwaltschaft waren alle vier Frauen "zu unterschiedlichen Gelegenheiten" im Fr├╝hjahr 2019 festgenommen worden. Seither h├Ątten sie sich in kurdischen Lagern befunden.

Ermittlungen gegen zehn weitere Frauen

Die Generalstaatsanwaltschaft D├╝sseldorf ermittelt nach eigenen Angaben gegen zwei weitere der zehn Frauen. Gegen je eine Verd├Ąchtige laufen Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaften Hamburg und Frankfurt. Diese vier Frauen blieben zun├Ąchst auf freiem Fu├č.

Wie der "Spiegel" berichtete, stammen die zehn Frauen aus Bayern, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Nach dpa-Informationen sind alle M├╝tter, mit ein bis f├╝nf Kindern. Ein Sprecher der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen sagte, dass auch das Jugendamt im Einsatz gewesen sei.

Baerbock dankte unter anderem "der kurdischen Selbstverwaltung in Nordostsyrien und unseren amerikanischen Partnern, die uns erneut logistisch unterst├╝tzt haben". Der Nordosten des B├╝rgerkriegslandes wird nicht von der Regierung in Damaskus, sondern von einer kurdischen Autonomieverwaltung regiert.

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  • Tim Kummert
Von Tim Kummert
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