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Lauterbach: Schulschließungen bleiben Möglichkeit

Von Markus Brandstetter

Aktualisiert am 04.07.2022Lesedauer: 4 Min.
Karl Lauterbach (Archivbild): Bei "Anne Will" sprach der Gesundheitsminister über die Corona-Lage in Deutschland.
Karl Lauterbach (Archivbild): Bei "Anne Will" sprach der Gesundheitsminister über die Corona-Lage in Deutschland. (Quelle: Fabian Sommer/dpa-bilder)
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Die Corona-Zahlen schießen nach oben. Bei "Anne Will" wirft ein Pfleger dem Gesundheitsminister vor, Deutschland gehe unvorbereitet in die Herbstwelle.

Eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Evaluation der Corona-Maßnahmen eines Expertenausschusses sorgt außerhalb der Ampelkoalition für Verwunderung. Besonders die Argumentation von FDP-Politikerin Christine Aschenbach-Dugnus, man habe durch den Bericht unter anderem erfahren, dass man mehr Daten brauche, führte bei "Anne Will" zu Unverständnis.

Während Intensivpfleger Ricardo Lange der Politik, dezidiert Gesundheitsminister Lauterbach, teils schwere Vorwürfe macht, sieht der Gesundheitsminister Deutschland für den Herbst ausreichend vorbereitet.

Die Gäste

  • Karl Lauterbach, Gesundheitsminister (SPD)
  • Christine Aschenbach-Dugnus, Parlamentarische Geschäftsführerin und Mitglied im Gesundheitsausschuss (FDP)
  • Ricardo Lange, Intensivpfleger
  • Christina Berndt, Wissenschaftsredakteurin

Aschenbach-Dugnus: "Darüber sind wir uns einig in der Ampel"

Die Studie des Sachverständigenausschusses habe durchaus viele Erkenntnisse gebracht, die die Koalition nun in die Tat umsetze, argumentierte Aschenbach-Dugnus. Unter anderem, so die Politikerin, werden künftig mehr "psychosoziale Maßnahmen" berücksichtigt. "Deswegen wissen wir: Schulschließungen werden nicht mehr kommen. Darüber sind wir auch einig in der Ampel", sagte sie.

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Gesundheitsminister Karl Lauterbach sieht das etwas anders: Einen Lockdown könne er zwar ausschließen, Schulschließungen seien hingegen zwar unrealistisch, blieben jedoch eine Möglichkeit. "Ein Lockdown ist auszuschließen. Dafür haben wir einen zu guten Immunstatus in der Bevölkerung", erklärte er – und bekräftigte auf die Schulschließungen angesprochen: "Ich persönlich glaube, dass Schulschließungen nicht kommen müssen. Ich halte sie für das allerletzte Mittel. Aber sie kategorisch auszuschließen, da wäre ich vorsichtig – weil wir nicht wissen, welche Varianten noch kommen".

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Lauterbach zeigt sich optimistisch

Journalistin Christina Berndt blickte auf die Studie mit gemischten Gefühlen: "Es hat keinen Erkenntnisgewinn gebracht, was die Maßnahmenebene betrifft", meinte sie – gestand jedoch ein, dass dies im juristischen Bereich durchaus der Fall gewesen sei.

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Für Aschenbach-Dugnus war das nicht genug: "Ich ziehe da schon viel Nektar heraus", sagte sie – und betonte, dass man künftig unter anderem mehr Wert auf die Erfassung von Echtzeitdaten legen werde.

Lauterbach zeigte sich optimistisch und betonte die Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern: "Die Zusammenarbeit hat schnell und gut begonnen. Wir müssen im Herbst sehr gut vorbereitet sein. Wenn wir noch mal nicht gut vorbereitet in den Herbst gehen, würden uns das die Bürger nicht verzeihen".

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Pfleger Lange: "Unvorbereitet in die Herbstwelle"

Fundamentalkritik an der Corona-Politik der Bundesregierung (sowie ihrer Vorgängerregierung) gab es von Lange. "Gerade bei Corona hätte man merken müssen: Wir gehen jedes Mal unvorbereitet in diese Herbstwelle", erklärt der Pfleger – und echauffierte sich nicht nur über den Pflegefachkräftemangel, sondern auch über die mangelnde Datenerhebung: "Sie greifen in die Grundrechte der Bürger ein und betonen, dass alles zum Menschen geschieht und haben nicht mal Daten zur Hand, an denen Sie feststellen, ob die Maßnahmen überhaupt zielführend sind!"

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Das wollte Lauterbach nicht auf sich sitzen lassen. "Jetzt wird mir vorgeworfen, dass es nicht einen Monat früher gekommen war. Davor ist zehn Jahre gar nichts passiert", so der Minister. "Ich verstehe, dass Sie erregt sind und das Engagement ist ja auch richtig", so Lauterbach weiter. "Ihre Anregungen sind richtig. Was nicht richtig ist: dass es nicht gemacht worden ist. Wir müssen die Pflege entlasten, dafür wird es ein Gesetz geben".

Hier versprach er ein Entlastungssystem und ein Mehr an Pflegekräften: "Wir werden dafür sorgen, dass die Arbeitsbedingungen sich in der Pflege verbessern und dann werden auch wieder mehr Leute in die Pflege zurückkehren". Er mahnte außerdem auch zu etwas Fassung: "Wenn wir die Pflege schlechter reden, als sie ist, machen wir den Beruf nicht attraktiver."

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Einspruch vom Gesundheitsminister

Jedoch ging die Kritik des Pflegers noch weiter. Er fragte Lauterbach, ob er schon einmal einem Menschen in die Augen schauen musste und ihm erklären, dass er sterben werde, weil nicht genügend Ressourcen für die Behandlung seines Tumors frei gewesen seien.

Hier legte Lauterbach erneut Einspruch ein. "Das ist problematisch. Es wird angedeutet, dass wir Maßnahmen einberufen hätten, die wir nicht ergreifen hätten dürfen". Es sei außerdem nicht richtig, dass man ohne Daten agiert habe – man habe eben nur manche Daten für "Feinheiten" noch nicht verfügbar gehabt.

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Berndt: Niemand weiß, wie sich dieses Virus weiterentwickelt

Für Christina Berndt galt es, alle Optionen für jegliche Szenarien vorzubereiten. "Letztlich brauchen wir alle Instrumente – denn niemand von uns weiß, wie sich dieses Virus weiterentwickelt und wie wir im Herbst dastehen. Alle diese Dinge müssen ins Gesetz", so die Journalistin.

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Lauterbach indes appellierte an alle über 60 Jahre, sich ein viertes Mal impfen zu lassen. "Auf jeden Fall, es würde sehr viel bringen. Die vierte Impfung führt bei BA.5, der Variante, die wir jetzt haben, dazu, dass die Sterblichkeitsrate ganz stark absinkt".

Dass er die allgemeine Impfpflicht nie durchsetzen konnte, erklärte er mit der demokratischen Regel. "Ich habe alles daran gesetzt. Ich habe im Bundestag alles gegeben, ich hatte keine Mehrheit. Das nennt man Demokratie". Dass es keine kostenlosen Corona-Tests mehr gibt, findet er ebenfalls schade: "Ich hätte es gerne gemacht … aber wir haben die Möglichkeiten nicht mehr".

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