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Ehrenamt: Nancy Faeser schlägt früheren Renteneintritt für Ehrenamtler vor


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Faeser schlägt früheren Renteneintritt für Ehrenamtler vor

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 10.08.2022Lesedauer: 1 Min.
Nancy Faeser
Nancy Faeser: Die Innenministerin will langjährigen Ehrenamtlern einen früheren Renteneintritt ermöglichen. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-bilder)
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Es wird nicht bezahlt, dennoch ist das Ehrenamt eine tragende Säule der Gesellschaft. Deswegen möchte Nancy Faeser freiwillige Arbeit nun attraktiver machen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat vorgeschlagen, langjährige Ehrenamtler ein Jahr früher in die Rente eintreten zu lassen. "Man muss darüber nachdenken, wie man denjenigen etwas Gutes tun kann, die das ihr Leben lang getan haben", sagte Faeser am Dienstagabend in einer Talkreihe vom "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND). Mit einem früheren Renteneintritt könne der Staat Anreize für ein freiwilliges Engagement schaffen.

Das Ehrenamt für die Allgemeinheit, das viele neben ihrer Arbeit und Familie leisteten, sei ein sehr hohes Gut. Für besonders wertvolle Tätigkeiten, wie beispielsweise bei der Feuerwehr oder bei Rettungsdiensten, müsse über solche Modelle nachgedacht werden, um Anreize zu setzen, führte Faeser weiter aus.

FDP gegen Faeser-Vorschlag

Durch zunehmende Naturkatastrophen wie Hochwasser, Waldbrände oder schwere Stürme wachse der Bedarf an Ehrenamtlern. Daher müsse auch über ein Dienstpflichtjahr debattiert werden, forderte sie. "Wir sind sehr privilegiert mit unserem Freiwilligensystem", sagte Faeser. Bei den Freiwilligen Feuerwehren funktioniere das sehr gut. "Aber man kann ihnen nicht allein die Verantwortung für all diese Großschadensereignisse geben."

Der Vorschlag von Faeser stößt beim Koalitionspartner FDP auf Widerstand. Das Ehrenamt sei eine gesamtgesellschaftliche Frage und könne nicht allein auf die Beitragszahler abgewälzt werden, erklärte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Pascal Kober, am Mittwoch. "Es wäre auch unfair gegenüber Selbstständigen, die ja selten rentenversichert sind."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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