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Hans-Georg Maaßen erfuhr aus Medien von CDU-Austrittsaufforderung


Ultimatum bis Sonntag
Maaßen erfuhr aus den Medien von Austrittsaufforderung

Von dpa
Aktualisiert am 31.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Hans-Georg Maaßen (CDU) (Archivbild): Wegen seiner rechten Ansichten steht er schon länger in der Kritik.Vergrößern des BildesHans-Georg Maaßen (CDU) (Archivbild): Wegen seiner rechten Ansichten steht er schon länger in der Kritik. (Quelle: via www.imago-images.de/imago-images-bilder)
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Die CDU droht dem Ex-Verfassungsschutzchef mit einem Ausschlussverfahren. Persönlich wurde ihm das nicht mitgeteilt. Maaßen erfuhr davon über die Medien.

Der umstrittene Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (CDU) hat nach eigenen Angaben bislang nur aus den Medien von der Ausstrittsaufforderung der Parteispitze an ihn gehört. "Ich hab gar nix von der CDU bislang bekommen", sagte Maaßen am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk. "Ich habe gestern in mein Postfach und meinen Briefkasten geschaut, auch in meine E-Mail-Eingänge. Nichts bekommen. Und ich werde mich zu dieser über die Medien transportierten Aufforderung auszutreten erst verhalten, wenn ich es bei mir auf dem Schreibtisch sehe." Maaßen sagte weiter: "Ich will jetzt erst mal die Schriftsätze der CDU sehen, die werde ich mit meinen Juristen prüfen, und dann schauen wir mal."

Das CDU-Präsidium hat Maaßen ultimativ bis Sonntag zum Austritt aus der Partei aufgefordert. Er war in den vergangenen Tagen wegen Äußerungen erneut massiv in die Kritik geraten. In einem Tweet hatte er etwa behauptet, Stoßrichtung der "treibenden Kräfte im politischen-medialen Raum" sei ein "eliminatorischer Rassismus gegen Weiße". Der Historiker und Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Jens-Christian Wagner, warf ihm daraufhin "klassische rechtsextreme Schuldumkehr" und eine Verharmlosung des Holocausts vor. In einem Interview sprach Maaßen zudem von einer "rot-grünen Rassenlehre".

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Die CDU sei bislang seine Partei, sagte Maaßen. Sie sei die Partei, die Deutschland voranbringen könne, wenn sie wieder zu ihrem Grundsatzprogamm und den Positionen von Altkanzler Helmut Kohl zurückfinde. Enttäuscht zeigte Maaßen sich vom Parteivorsitzenden Friedrich Merz. Dieser habe die in ihn gesetzte Hoffnung auf eine Politikwende bislang nicht erfüllt. Dies sei für ihn der Beweggrund gewesen, in der Werteunion den Vorsitz zu übernehmen. Maaßen war am Wochenende zum Vorsitzenden der CDU-nahen Gruppierung gewählt worden.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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