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Hamburg: Polizei meldet erste Hinweise zu G20-Gewalttätern

Hamburg  

Polizei meldet erste Hinweise zu G20-Gewalttätern

18.12.2017, 18:42 Uhr | dpa, jasch

Gut fünf Monate nach den G20-Krawallen haben die Hamburger Polizei und die Staatsanwaltschaft mit einer Öffentlichkeitsfahndung begonnen. (Screenshot: Polizei Hamburg)
Öffentliche Fahndung nach G20-Gewalttätern

Gut fünf Monate nach den G20-Krawallen haben die Hamburger Polizei und die Staatsanwaltschaft mit einer Öffentlichkeitsfahndung begonnen.

Mit zahlreichen Fotos und Videos suchen die Hamburger Ermittler nach den G20-Krawallmachern. (Quelle: t-online.de)


Mit einer beispiellosen Öffentlichkeitsfahndung sucht Hamburgs Polizei nach den Tätern der G20-Krawalle. Jetzt gibt es erste Erfolge.

Bei der Hamburger Polizei sind die ersten Hinweise auf mutmaßliche G20-Gewalttäter eingegangen. 20 bis 30 Menschen hätten sich auf den Fahndungsaufruf der Behörden gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin t-online.de. Über die Qualität der Hinweise gebe es aber noch keine abschließenden Erkenntnisse.

Seit diesem Montag sucht die Polizei mit zum Teil gestochen scharfen Bildern nach 104 mutmaßlichen Beteiligten an den G20-Krawallen in Hamburg. Die Fotos wurden zusammen mit Videosequenzen des Tatgeschehens auf die Internetseite polizei.hamburg.de gestellt. Die Aufnahmen wurden der Polizei zufolge aus einer Datenmenge von mehr als zwölf Terabyte extrahiert. Es sei eine der größten Fahndungen dieser Art. Polizeipräsident Ralf Martin Meyer bat die Bevölkerung um Mithilfe.

Sachdienliche Hinweise könnten direkt an die Soko "Schwarzer Block" gerichtet werden, erreichbar unter 040-428676543, oder über das Online-Formular der Polizei.

Brandstiftung, Körperverletzung, Landfriedensbruch

Den 104 Gesuchten werden jeweils erhebliche Straftaten vorgeworfen, wie Oberstaatsanwalt Michael Elsner erläuterte. In den meisten Fällen gehe es um gefährliche Körperverletzung, schweren Landfriedensbruch oder Brandstiftung. Nach den Tatverdächtigen habe die Polizei zuvor erfolglos gefahndet. In allen 104 Fällen hätten Amtsrichter der öffentlichen Fahndung zugestimmt.

Die Polizei schätzt, dass in den drei Tagen vom 6. bis zum 8. Juli 5000 bis 6000 Täter aktiv waren. Die Soko "Schwarzer Block" habe bislang 3340 Ermittlungsvorgänge eingeleitet, sagte Polizeisprecher Timo Zill. Bei mehreren Hundert Verfahren seien Beschuldigte bereits namentlich festgemacht worden.

Reaktion der Autonomenszene

Berliner Linksautonome reagierten auf die Fotofahndung mit der Veröffentlichung von Bildern von Polizisten. Zu Fotos von 54 Berliner Polizisten, die an Häuserräumungen im Stadtteil Friedrichshain teilgenommen haben sollen, schrieben die Linksextremisten auf der Internetseite indymedia.org: "Wir freuen uns über Hinweise, wo sie wohnen oder privat anzutreffen sind. Neben der Teilnahme an der Räumung können sie bedenkenlos für die Gewalt der drei Wochen der Belagerung verantwortlich gemacht werden."

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte dazu: "Diese Denunziation ist unerträglich." Polizeigewerkschaften reagierten entsetzt. "Das muss strafrechtliche und politische Konsequenzen haben", verlangte die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) forderte: "Das muss beendet werden, und zwar schnell und nachhaltig. Zum Schutz von Einsatzkräften gehört auch der Schutz der Privatsphäre und der Familien."

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