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Bericht: Zahl der Asylanträge aus Afghanistan offenbar deutlich gestiegen

"Müssen zügig geprüft werden"  

Asylanträge von Afghanen offenbar deutlich gestiegen

07.09.2021, 17:38 Uhr | AFP

Bericht: Zahl der Asylanträge aus Afghanistan offenbar deutlich gestiegen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf): In der Behörde gehen laut eines Zeitungsberichts wieder mehr Asylanträge aus Afghanistan ein. (Archivfoto) (Quelle: imago images)

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf): In der Behörde gehen laut eines Zeitungsberichts wieder mehr Asylanträge aus Afghanistan ein. (Archivfoto) (Quelle: imago images)

Nach der Machtübernahme durch die Taliban beantragen offenbar immer mehr Afghanen Asyl in Deutschland. Die Grünen kritisieren nun die zuständige Behörde. Dort setze man Entscheidungen über Anträge aus.

Die Zahl der Asylanträge aus Afghanistan beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat einem Bericht zufolge nach der Machtübernahme durch die Taliban deutlich zugenommen. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete am Dienstag unter Berufung auf neue Daten des Bamf, im August hätten 2.266 Menschen aus Afghanistan in Deutschland Asyl beantragt, fast dreimal so viele wie im Vorjahresmonat. Im August 2020 waren es demnach 759 Asylanträge.

Die Grünen forderten eine schnelle Prüfung der Gesuche. "Die gestellten Asylanträge müssen sorgfältig und zügig geprüft werden", sagte die flüchtlingspolitische Sprecherin Luise Amtsberg dem RND. Das Bamf müsse auch personell darauf eingestellt sein, dass es nach einer neuen Lageeinschätzung durch das Auswärtige Amt zusätzlich Folgeanträge von bereits in Deutschland lebenden Afghaninnen und Afghanen geben werde.

Amtsberg forderte zur Entlastung des Asylsystems "Aufnahme- und Resettlementprogramme" für besonders gefährdete Menschen aus Afghanistan. Momentan setze das Bamf die Entscheidungen über Asylanträge aus Afghanistan dagegen aus, kritisierte die Grünen-Politikerin. "Der Zugang zu einem fairen Asylverfahren ist aber durch das Völkerrecht und das nationale Recht geschützt", betonte Amtsberg.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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