Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Militär & Verteidigung >

Verteidigungsministerin von der Leyen besucht Nato-Manöver

Von der Leyen besucht Nato-Manöver  

"Partner und Freunde können sich auf Deutschland verlassen"

31.10.2018, 16:06 Uhr | dpa

Größtes Nato-Manöver: Von der Leyen besucht Truppen (Bildquelle: Xinhua/imago)
Größtes Nato-Manöver: Deutsche Soldaten proben den Ernstfall

Deutschland schickt zum größten Nato-Manöver seit 30 Jahren mehr Soldaten als alle anderen europäischen Alliierten. (Quelle: t-online.de)

Größtes Nato-Manöver seit Endes des Kalten Krieges: Verteidigungsministerin von der Leyen besuchte die Truppen vor Ort. (Quelle: t-online.de)


Deutschland schickt zum größten Nato-Manöver seit 30 Jahren mehr Soldaten als alle anderen europäischen Alliierten. Für die Verteidigungsministerin steckt dahinter eine politische Botschaft.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat eine positive Zwischenbilanz der deutschen Beteiligung am größten Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges gezogen. "Unsere Bundeswehr kann richtig stolz darauf sein, was sie hier leistet", sagte die CDU-Politikerin bei einem Truppenbesuch in einem riesigen Feldlager nahe der norwegischen Stadt Rena. Von ausländischen Partnern bekommen sie viel Anerkennung und Respekt dafür zu hören, wie gut die Truppe aufgestellt und trainiert sei. Den rund 8.000 deutschen Soldaten würden die "Ohren klingeln", wenn sie das hörten.

Signal an Bündnispartner USA

Von der Leyen machte zudem deutlich, dass die starke Beteiligung Deutschlands an "Trident Juncture" auch ein Signal an den Bündnispartner USA sein soll, der unter Präsident Donald Trump mit Nachdruck ein stärkeres Engagement der Bundesrepublik in Verteidigungsfragen einfordert.

Ein NATO-Soldat in Aktion: 50.000 Soldaten sind bei dem Manöver im Einsatz. (Quelle: dpa/Niilo Simojoki/Lehtikuva)Ein NATO-Soldat in Aktion: 50.000 Soldaten sind bei dem Manöver im Einsatz. (Quelle: Niilo Simojoki/Lehtikuva/dpa)

"Deutschland profitiert seit 70 Jahren von der Beistandsverpflichtung der Nato", kommentierte sie. Nun stelle man unter Beweis, dass sich "Partner und Freunde" auch auf Deutschland verlassen könnten. Deutschland sei nach den USA zweitgrößter Truppensteller bei der Übung.

Zudem wies von der Leyen darauf hin, dass die Bundeswehr im kommenden Jahr auch die Führung der schnellen Eingreiftruppe der Nato übernehmen wird. Die sogenannte VJTF (Very High Readiness Joint Task Force) war im Zuge der Ukraine-Krise aufgestellt worden und ist ein Element der Abschreckungsstrategie gegen Russland, der seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts im Jahr 2014 wieder starke Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Signal der Abschreckung an Russland?

Darauf, dass auch die Übung ein Signal der Abschreckung an Russland aussenden soll, ging von der Leyen hingegen nicht explizit ein. Die Nato sei ein defensives Verteidigungsbündnis, dass sich gegen niemanden richte, sondern nur die eigenen Mitglieder schütze, betonte sie.

Auch von Russland angekündigte Schießübungen mit Marschflugkörpern vor der norwegischen Küste kritisierte die Ministerin nicht. Es sei positiv, dass Russland die zeitgleich mit "Trident Juncture" geplante Übung angekündigt habe, so von der Leyen. Dies sei nicht immer der Fall gewesen.

Insgesamt nehmen derzeit rund 50.000 Soldaten aus den 29 Nato-Staaten sowie den Partnerländern Finnland und Schweden an "Trident Juncture" teil. Ziel des Manövers ist es, für den sogenannten Bündnisfall zu trainieren. Dieser könnte ausgerufen werden, wenn einer oder mehrere der 29 Mitgliedstaaten von einem Gegner angegriffen würden. In der Folge müssten dann die anderen Alliierten Beistand leisten.

Für die Bundeswehr bestand die große Herausforderung vor allem darin, das für die Übung benötigte Material reibungslos nach Norwegen zu verlegen. Neben den Soldaten mussten rund 4.000 Fahrzeuge nach Norwegen gebracht werden, darunter unter anderem 30 schwere Kampfpanzer vom Typ Leopard 2.


Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte den Bündnistruppen in Norwegen bereits am Dienstag einen Besuch abgestattet. Auch er betonte dabei noch einmal, dass sich das Manöver nicht gegen Russland richte. Die Nato übe, um Konflikte verhindern zu können und nicht, um einen Konflikt zu provozieren, sagte er. Russland sei über "Trident Juncture" informiert worden und habe sogar die Möglichkeit, die Übung durch Beobachter zu begleiten.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV sichern: 1 Jahr lang Filme & Serien inklusive*
bei der Telekom
Anzeige
Dschungel-Look: exotisches Flair für die eigenen 4 Wände
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal