Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Militär & Verteidigung >

Kritik an von der Leyen wegen "Gorch Fock" wächst

Kostenexplosion bei Sanierung  

Kritik an von der Leyen wegen "Gorch Fock" wächst

25.01.2019, 15:07 Uhr | dpa

Kritik an von der Leyen wegen "Gorch Fock" wächst. Ursula von der Leyen besucht "Gorch Fock" (Quelle: dpa/Mohssen Assanimoghaddam)

Ursula von der Leyen beim Besuch der "Gorch Fock" im Dock: Die Ministerin ist wegen zunehmender Sanierungskosten in Kritik geraten. (Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

Die Kosten für die Reparatur des 1958 gebauten Segelschulschiffes laufen aus dem Ruder. Für den Wehrbeauftragten ein besonders spektakuläres Beispiel in einer Reihe von Problemfällen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gerät wegen der explodierenden Kosten bei der Sanierung des Segelschulschiffs "Gorch Fock" zunehmend unter Druck. Nach Ansicht des Wehrbeauftragten des Bundestags, Hans-Peter Bartels, ist die Reparatur spektakulär aus dem Ruder gelaufen. Er sieht die Kostenexplosion in einer Reihe mit anderen Problemfällen der Bundeswehr. "Alles wird zu teuer, geht zu langsam, wirkt am Ende unfertig - vom Eurofighter bis zur Fregatte F 125", sagte Bartels der "Passauer Neuen Presse".

Die Sanierung des 1958 gebauten Dreimasters sollte zunächst knapp 10 Millionen Euro kosten, im vergangenen März war dann von 135 Millionen Euro die Rede. Der Bundesrechnungshof machte für die Kostenexplosion auch jahrelange Versäumnisse bei Bundeswehr und Verteidigungsministerium verantwortlich. So sei das Schiff zuletzt vor knapp 40 Jahren vollständig technisch untersucht und dokumentiert worden.

Vorwurf der Nachlässigkeit

Der Grünen-Politiker Tobias Lindner warf der Ministerin in der "Bild"-Zeitung vor, einen Neubau "nie ernsthaft in Betracht gezogen" und "die Augen vor den Kosten verschlossen" zu haben. "Dass die Ministerin die "Gorch Fock" erst nach fünf Jahren im Amt besuchte, zeigt, dass sie die steigenden Kosten bisher nicht ernst genommen hat", sagte FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann dem Blatt.

Bartels sagte weiter, im Fall "Gorch Fock" lese er, dass sie seit dem Jahr 2000 für Reparaturen immer wieder in dieselbe Werft gekommen sei. "Aber erst jetzt wird plötzlich festgestellt, dass es Reparaturbedarf gibt, der einen Neubaupreis übersteigt. Eigentlich hätte man schon bei der Kostenexplosion auf 135 Millionen Euro im Frühjahr hellhörig werden müssen." Aufregung sei erst entstanden, als sich ein Bundeswehrmitarbeiter selbst angezeigt habe und man nun wegen Korruptionsverdachts ermitteln müsse.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed mit Hightech: mit MagentaZuhause surfen!
hier MagentaZuhause M sichern
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal