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Diskussion um KSK-Kommandeur: Bundeswehrverband warnt Kramp-Karrenbauer


Diskussion um KSK-Kommandeur
Bundeswehrverband warnt Kramp-Karrenbauer

Von dpa
22.02.2021Lesedauer: 1 Min.
Soldaten des Kommandos Spezialkräfte bei einer Übung: Das KSK war in der Vergangenheit unter anderem wegen Waffenhortungen und rechtsextreme Einstellungen einzelner Mitglieder in die Schlagzeilen geraten.Vergrößern des BildesSoldaten des Kommandos Spezialkräfte bei einer Übung: Das KSK war in der Vergangenheit unter anderem wegen Waffenhortungen und rechtsextreme Einstellungen einzelner Mitglieder in die Schlagzeilen geraten. (Quelle: Björn Trotzki/imago-images-bilder)
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Das Kommando Spezialkräfte in Calw kommt nicht zur Ruhe. Der Bundeswehrverband hat sich jetzt vor den Kommandeur der Einheit gestellt – und die Ministerin vor Kurzschlusshandlungen gewarnt.

Der Deutsche Bundeswehrverband hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) vor einer voreiligen Ablösung des KSK-Kommandeurs Markus Kreitmayr gewarnt. "Ich kenne Brigadegeneral Markus Kreitmayr als äußert integren, pflichtbewussten Offizier. Er ist energisch gegen die beim KSK bekannt gewordenen Missstände vorgegangen und hat einen wesentlichen Kulturwandel eingeleitet", sagte der Bundesvorsitzende des Verbands, Oberstleutnant André Wüstner, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Der Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte (KSK) steht in der Kritik, weil Soldaten vergangenes Jahr die Möglichkeit erhalten haben sollen, unerlaubt gehortete oder womöglich auch gestohlene Munition auf dem Gelände der KSK-Heimatkaserne in Calw (Baden-Württemberg) in Kisten einzuwerfen und ohne weitere Strafen zurückzugeben. Kreitmayr führt das Kommando, das durch eine Reihe rechtsextremer Vorfälle in die Schlagzeilen geraten war, seit 2018.

"Befürchte größeren Vertrauensverlust"

Wüstner sagte, dass im Falle des Verdachts auf ein Dienstvergehen ermittelt werde, sei selbstverständlich. "Sollte Markus Kreitmayr allerdings – wie jetzt von Medien berichtet – von der Ministerin abgelöst werden oder gar erneut die Auflösung des KSK zur Debatte stehen, ohne dass vorher umfassend ermittelt worden wäre, befürchte ich einen größeren Vertrauensverlust in den Streitkräften."

Er wolle sich nicht vorstellen, dass Kramp-Karrenbauer in das "alte Fahrwasser" ihrer Vorgängerin Ursula von der Leyen gerate. Damals habe man den Eindruck gewinnen können, "dass Bauernopfer als vermeintliches Zeichen von Führungsstärke wichtiger waren als Aufklärung und Einordnung der Sachlage".

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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