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Anschlag in Mali: Maas will keinen Abzug der Bundeswehr

Anschlag auf UN-Soldaten  

Maas will keinen Abzug der Bundeswehr aus Mali

28.06.2021, 16:30 Uhr | dpa

Anschlag in Mali: Maas will keinen Abzug der Bundeswehr. Bundesaußenminister Heiko Maas: "Wir müssen uns darüber klar werden, dass die Region droht, zu einer Drehscheibe des internationalen Terrorismus zu werden". (Quelle: Reuters/Aris OIkonomou)

Bundesaußenminister Heiko Maas: "Wir müssen uns darüber klar werden, dass die Region droht, zu einer Drehscheibe des internationalen Terrorismus zu werden". (Quelle: Aris OIkonomou/Reuters)

Trotz des Selbstmordattentats auf eine UN-Patrouille in Mali will Bundesaußenminister Heiko Maas keinen Abzug deutscher Soldaten. Die Region drohe zu einer Drehscheibe internationalen Terrors zu werden.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich trotz des Anschlags auf die Bundeswehr in Mali am vergangenen Freitag gegen einen Abzug der deutschen Soldaten aus dem westafrikanischen Land ausgesprochen. "Wir müssen uns darüber klar werden, dass die Region droht, zu einer Drehscheibe des internationalen Terrorismus zu werden", sagte er am Rande eines Treffens der internationalen Anti-IS-Koalition in Rom

Deswegen sei es notwendig, sich dort mit anderen Partnern weiter zu engagieren. Darüber sei man jetzt innerhalb der Europäischen Union und vor allem mit Frankreich im Gespräch.

Selbstmordattentat auf UN-Patrouille 

Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitagmorgen nordöstlich der Stadt Gao in dem westafrikanischen Land eine Patrouille mit einer Autobombe angegriffen. 13 UN-Soldaten wurden verletzt, zwölf Deutsche und ein Belgier. Drei Deutsche erlitten schwere Verletzungen.

Die Soldaten hatten nach UN-Angaben den Konvoi eines malischen Bataillons gesichert. Die verletzten Bundeswehrsoldaten wurden am Wochenende zurückgeflogen, sie werden in Kliniken in Ulm und Koblenz behandelt. Die Bundeswehr ist in Mali neben der UN-Mission zur Stabilisierung des Landes auch an einem Ausbildungseinsatz der Europäischen Union beteiligt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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