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Sexismus-Vorwurf: Kubicki reagiert nach "Maischberger"-Auftritt


Kubicki wehrt sich gegen Sexismusvorwurf

Von t-online, mm

13.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki: "Ich war gar nicht in der Position, ihr irgendwas zu versprechen."Vergrößern des BildesBundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki: "Ich war gar nicht in der Position, ihr irgendwas zu versprechen." (Quelle: IMAGO/Christian Spicker)
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FDP-Vize Kubicki hat nach eigener Aussage Parteikollegin Koch-Mehrin "angebaggert". Eine Machtposition habe er jedoch nicht ausgenutzt.

Nach umstrittenen Aussagen zu angeblichen Flirt-Versuchen mit der ehemaligen FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin hat sich der stellvertretende Parteivorsitzende Wolfgang Kubicki verteidigt. Er halte die Unterstellung, er habe "eine Machtposition ausgenutzt, für unseriös und für journalistisch unprofessionell", sagte Kubicki gegenüber dem "Spiegel". Zum Zeitpunkt des Treffens mit Koch-Mehrin habe er gar keine entsprechende Machtposition innegehabt.

Auslöser für die Kontroverse ist eine fragwürdige Anekdote, die Kubicki am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger" erzählte. Zu den Sexismusvorwürfen der ehemaligen FDP-Politikerin gegen die Partei zitierte Moderatorin Sandra Maischberger aus einem "Zeit"-Interview aus dem Jahr 2010, in dem Kubicki angab, seine Parteikollegin Koch-Mehrin "ein einziges Mal angebaggert" zu haben.

Kubicki: "Flirten ist immer noch denkbar, hoffe ich"

Darauf angesprochen antwortete Kubicki: "Ich habe sie angerufen und habe gesagt: ,Wir müssen mal drüber sprechen, wir brauchen eine Generalsekretärin der FDP, wie wäre es, wenn Sie sich darüber mal Gedanken machen?' Dann hat sie gesagt: ,Kommen Sie nach Brüssel, wir reden darüber.' Dann trafen wir uns zum Kaffee, und dann habe ich mit ihr geflirtet, und urplötzlich stand so ein Typ neben mir, der dreimal so groß war wie ich und zweimal so breit. Und der auch ziemlich durchtrainiert aussah. Da habe ich mir gedacht, ist doch vielleicht besser, wenn du gehst."

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Nach Kubickis Aussage habe Koch-Mehrin an der Begegnung nichts anstößiges gefunden. Als Maischberger nachhakte, ob so etwas heute noch denkbar wäre, entgegnete der FDP-Politiker: "Flirten ist immer noch denkbar, hoffe ich." Dem WDR sagte Koch-Mehrin am Donnerstag, sie habe vor dem Treffen mit Kubicki damals schon geahnt, da sei "mehr im Spiel". Darum habe sie ihren Mann gebeten, nach etwa einer Stunde dazuzukommen. WDR-Reporter Jonas Wixforth teilte das Statement mit Koch-Mehrin auf Twitter:

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Koch-Mehrin beschreibt sexuelle Übergriffe durch Parteikollegen

Gegenüber dem "Spiegel" erklärte Kubicki nun, zum Zeitpunkt des Treffens sei er lediglich Fraktionsvorsitzender im Schleswig-Holsteiner Landtag gewesen – Koch-Mehrin dagegen sei eine der Führungsfiguren der Partei und Vizepräsidentin des EU-Parlaments gewesen. "Ich war gar nicht in der Position, ihr irgendwas zu versprechen", so Kubicki. Abgesehen davon sei Flirten etwas anderes als Übergriffigkeit. "Der Zusammenhang, der in der Sendung aufgemacht wurde, beruhte auf schlechtem journalistischem Handwerk", sagte Kubicki.

In den sozialen Medien hatten Kubickis Aussagen heftige Kritik ausgelöst. Koch-Merhin hatte in ihrem Buch "Jetzt, wo ich schon mal nicht tot bin" offen über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung in der FDP gesprochen. "Hände auf meinem Knie, ein weicher Griff an die Schulter. Sanfte Rückenmassagen, ungefragt. Hier eine Zote, da eine Anzüglichkeit, ausprobieren, was geht", zitiert etwa Maischberger aus dem Buch. Koch-Mehrin war bis 2014 in der FDP aktiv.

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