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Maximilian Krah: AfD-Politiker üben Kritik an Weidel und Chrupalla


Fall Krah
"Wegducken" – AfD-Politiker üben Kritik an Parteiführung

Von reuters, csi

Aktualisiert am 25.04.2024Lesedauer: 2 Min.
Maximilian Krah: Ein Mitarbeiter des AfD-Spitzenkandidaten steht unter dem Verdacht der Spionage für China.Vergrößern des BildesMaximilian Krah: Ein Mitarbeiter des AfD-Spitzenkandidaten steht unter dem Verdacht der Spionage für China. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)
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In der AfD brodelt es: In der Partei entzünden sich Diskussionen zur Haltung des Bundesvorstands zu Maximilian Krah. EU-Abgeordnete Sylvia Limmer bezeichnet das Verhalten als "blamabel".

Die scheidende AfD-Europaabgeordnete Sylvia Limmer hat in der Spionageaffäre deutliche Kritik am Bundesvorstand ihrer Partei geübt und Aufarbeitung gefordert. Im Deutschlandfunk bezeichnete sie es als "verstörend", dass die Ungereimtheiten um den AfD-Spitzenkandidaten der Europawahl, Maximilian Krah, dem Vorstand in Gänze bekannt gewesen seien.

Krahs prochinesische Äußerungen und auch seine "massiv prorussische" Haltung seien öffentlich bekannt gewesen, betont Limmer. "Sie können das in den Medien nachlesen. Jeder konnte das. Das konnte auch der Bundesvorstand." Zudem habe sie vor ihrem Ausscheiden aus dem Bundesvorstand 2022 Tino Chrupalla und Alice Weidel bereits einen Brief über Loyalitätsvorwürfe gegen Krah und dessen Abstimmungsverhalten überbracht.

"Sich jetzt wegzuducken, das finde ich eigentlich blamabel"

Es habe innerhalb der Delegation mit internationalen Partnern der EU-Fraktion außerdem immer wieder Streit gegeben, betont Limmer. Krah sei zweimal von der EU-Fraktion suspendiert worden. Der Bundesvorstand habe sich trotz der bekannten Probleme für Krah als EU-Spitzenkandidat eingesetzt. "Sich jetzt wegzuducken, das finde ich eigentlich blamabel", kommentierte Limmer das Verhalten des Bundesvorstands im Deutschlandfunk.

Von einer Parteiführung hätte sie erwartet, dass sie für Interviews zur Verfügung stehe, "denn es gibt so was wie eine politische Verantwortung, der man sich zu stellen hat." Diese Verantwortung übernehme der Bundesvorstand aktuell nicht.

Limmer ist für die AfD seit 2019 Mitglied des Europäischen Parlaments. Für die kommende Europawahl im Juni wurde sie von ihrer Partei nicht erneut zur Wahl aufgestellt. Sie gilt als Kritikerin des extrem rechten Parteiflügels um Björn Höcke.

Kritik auch von weiterem EU-Abgeordneten

Bereits am Mittwochabend hatte der AfD-Europaabgeordnete Nicolaus Fest erklärt, dass er die Hauptverantwortung bei den Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla sehe. "Sie wurden mehrfach darauf hingewiesen, dass dies ein, ich sag mal, Blindgänger ist, der jederzeit hochgehen kann", sagte er dem TV-Sender RTL. Die beiden Parteivorsitzenden hätten sich aber über alle Warnungen hinweggesetzt.

Krah steht seit Tagen in der Kritik, unter anderem weil ihm mögliche Geldzuweisungen aus Russland unterstellt werden und einer seiner Mitarbeiter wegen des Verdachts der Spionage für China verhaftet wurde. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat zwei Vorermittlungen begonnen. Krah selbst weist alle Vorwürfe zurück und hatte am Mittwoch nach einem Gespräch mit Weidel und Chrupalla betont, dass er Spitzenkandidat der AfD bei der Europawahl bleibe.

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