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Fall Frank Magnitz: Bremer Staatsanwaltschaft weist AfD-Darstellung zurück

Überfall auf Magnitz  

Bremer Staatsanwaltschaft weist AfD-Darstellung zurück

09.01.2019, 19:05 Uhr | helser, dpa, AFP, dru

Fall Frank Magnitz: Bremer Staatsanwaltschaft weist AfD-Darstellung zurück. Magnitz: Der AfD-Mann wurde in der Bremer Innenstadt am Kopf verletzt. (Quelle: imago images/Hartenfelser)

Magnitz: Der AfD-Mann wurde in der Bremer Innenstadt am Kopf verletzt. (Quelle: Hartenfelser/imago images)

Die Staatsanwaltschaft Bremen hat der AfD-Version vom Angriff auf Frank Magnitz widersprochen. Derweil konnte der Politiker die Klinik wieder verlassen.

Die Bremer Staatsanwaltschaft weist die Darstellung der AfD zum brutalen Überfall auf den AfD- Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz zurück. Die Verletzungen rührten allein von dem Sturz nach einem heftigen Stoß her, sagte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft Frank Passade. Magnitz selbst bekräftigte seine Version vom "Mordanschlag".

Passade sagte, Magnitz sei am Montagabend in Bremen von einem Täter von hinten angesprungen worden. In einem Überwachsungsvideo, das den Überfall in Gänze zeigt, seien drei Männer zu sehen. Angegriffen habe nur einer. Daraufhin sei Magnitz gestürzt und offenbar ungebremst mit dem Kopf aufgeschlagen. "Wir gehen davon aus, dass die gesamten Verletzungen allein dem Sturz geschuldet sind", sagte Passade am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

AfD sprach von Waffe und Tritten

Die AfD hatte wenige Stunden nach dem Angriff in einer Pressemitteilung geschrieben, die Täter hätten Magnitz mit einem Kantholz bewusstlos geschlagen und dann gegen seinen Kopf getreten, als dieser bereits am Boden lag. Diese Angaben waren nach einem Besuch zweier Parteikollegen bei Magnitz am Montagabend im Krankenhaus gemacht worden.

Die Täter seien nach dem Angriff sofort weggelaufen, sagte Passade. Auf Grundlage der Videos gebe es keine Hinweise, dass auf Magnitz eingetreten worden sei. Schon zuvor hatten die Ermittler mitgeteilt, dass nach Sichtung der Aufnahmen bei der Tat kein Schlaggegenstand verwendet worden sei.

AfD äußert sich widersprüchlich

Die AfD äußerte sich am Mittwoch widersprüchlich zu den neuen Erkenntnissen. Während Landesvize Thomas Jürgewitz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit Blick auf die Pressemitteilung vom Montagabend sagte, "mit dem jetzigen Wissen würden wir die Mitteilung etwas anders formulieren", beharrte sein Landesverband auf der ursprünglichen Darstellung.

In einer Pressemitteilung der Bremer AfD vom Mittwoch hieß es wörtlich: "Dabei mag es eine untergeordnete Rolle spielen, ob es sich um ein Kantholz oder eine kantholzähnliche Waffe (Aussage des Bauarbeiters), einen Baseballschläger, Teleskopschläger, eine Eisenstange oder ein anderes "Schlagzeug" gehandelt hat."
 

 
Magnitz, der am Mittwoch das Krankenhaus verließ, sagte der "Welt", er betrachte den Angriff als "Mordanschlag". Er sei hinterrücks angegriffen worden und hätte dabei ums Leben kommen können. Zugleich sagte er, die Tat trage die Handschrift von Linksextremisten, denn eine solch militante Art der Auseinandersetzung gebe es nur bei Linksextremisten. Seine Aussage in "Bild", es könnte auch ein Raubüberfall gewesen sein, wies er nun zurück.

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