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Saarland: Die häufigsten Namen von Messerstechern – auf AfD-Nachfrage

Antwort auf AfD-Anfrage  

Das sind die häufigsten Namen von Messerstechern im Saarland

Von Linn Frütel

29.03.2019, 16:38 Uhr
Saarland: Die häufigsten Namen von Messerstechern – auf AfD-Nachfrage. Ludwigskirche in Saarbrücken (Symbolbild): In der Stadt hat auch die Landesregierung des Saarlandes ihren Sitz.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ludwigskirche in Saarbrücken (Symbolbild): In der Stadt hat auch die Landesregierung des Saarlandes ihren Sitz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die meisten deutschen Verdächtigen bei Messerangriffen im Saarland heißen Michael, Andreas oder Daniel. Das ist die Antwort der Regierung des Saarlandes auf eine Parlamentsanfrage der AfD.

Die AfD hat im Saarland eine Anfrage an die Landesregierung gestellt: Die Partei wollte wissen, ob es unter den Tatverdächtigen deutscher Staatsangehörigkeit eine gewisse Häufung bei bestimmten Vornamen gebe. Die Landesregierung antwortet: Michael, Daniel und Andreas – die Anzahl der doppelten Staatsangehörigkeiten fällt dabei gering aus. Das dürfte die AfD-Fraktion nicht erwartet haben.

Im September 2018 hatte die saarländische Polizei eine Statistik veröffentlicht, die sich mit Messerkriminalität vom 1. Januar 2016 bis zum 30. August 2018 beschäftigt. Die Sonderauswertung offenbart, dass hauptsächlich deutsche Staatsangehörige zu den Tätern dieser Delikte gehören. Allerdings finden sich auch relativ viele Syrer und Afghanen darunter.

Insgesamt sind bei der Auswertung 1.490 Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeiten überprüft worden. 842 Täter davon waren Deutsche, 122 Syrer, 94 Europäer und 36 Afghanen. Die Identität der restlichen Täter konnte nicht ermittelt werden.

14 Fälle der 842 Deutschen mit doppelter Staatsangehörigkeit

Der AfD-Abgeordnete Rudolf Müller stellte ein halbes Jahr später eine Parlamentsanfrage an die Landesregierung. "Gibt es bei den im Lagebild als Täter ausgeführten 842 deutschen Staatsbürgern Häufungen bei Vornamen?", wollte er wissen. Die zweite Frage in dem Schreiben bezieht sich auf eine zweite Staatsangehörigkeit der aufgelisteten Deutschen in der Statistik. Die Partei schien davon auszugehen, dass es unter den deutschen Tätern viele mit Migrationshintergrund gibt.

Die Antwort mag für die Partei frustrierend sein: Die Landesregierung bestätigte eine Häufung von Vornamen in der Statistik. Die Top 3 sind dabei Michael (24 Fälle), Daniel (22 Fälle) und Andreas (20 Fälle). Auch in der Top 10 sind keine arabischen Namen aufzufinden. Die Liste geht weiter mit: Sascha, Thomas, Christian, Kevin, Manuel, Patrick und David.
 

 
Eine doppelte Staatsbürgerschaft haben nur 14 der 842 Deutschen. In vier Fällen ist es eine türkische, in drei die kasachische und in zwei Fällen eine syrische. 

Aufgrund einer automatisierten Auswertung kann die Landesregierung nicht ausschließen, dass es weitere Störer mit einer möglichen doppelten Staatsangehörigkeit gibt. Auf diese erneute Auswertung verzichtet die Landesregierung aber, da diese händisch verlaufen müsste und zu aufwendig ist.

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