Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Parteien >

Schmäh-Plakate: SPD und CDU solidarisieren sich mit Grünen: "Rechter Müll"

Schmäh-Plakate  

SPD und CDU solidarisieren sich mit Grünen: "Rechter Müll"

12.08.2021, 17:04 Uhr | dpa, pdi

Schmäh-Plakate: SPD und CDU solidarisieren sich mit Grünen: "Rechter Müll". Ein Plakat mit den Schriftzügen "Wohlstandsvernichtung" und "Klimasozialismus" hängt am Straßenrand: Die Grünen wehren sich vor der Bundestagswahl gegen eine massive Anti-Grünen-Wahlkampagne. (Quelle: dpa)

Ein Plakat mit den Schriftzügen "Wohlstandsvernichtung" und "Klimasozialismus" hängt am Straßenrand: Die Grünen wehren sich vor der Bundestagswahl gegen eine massive Anti-Grünen-Wahlkampagne. (Quelle: dpa)

Im Bundestagswahlkampf sehen sich die Grünen mit einer Plakat-Schmähkampagne konfrontiert. Nun bekommen sie Unterstützung von der politischen Konkurrenz: SPD und CDU zeigen sich solidarisch.

SPD und CDU haben sich an die Seite der Grünen gestellt und die Schmäh-Plakate gegen die Partei verurteilt, die seit einigen Tagen in vielen Städten zu sehen sind. "#GrünerMist ist #Rechtermüll", schrieb SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Donnerstag auf Twitter. "Demokraten halten zusammen." Auf einer rot-grünen Kachel stand "In den Farben getrennt, in der Sache vereint gegen Rechts". SPD-Vize Kevin Kühnert twitterte: "Solidarität mit @Die_Gruenen und allen, die es als nächstes trifft." Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner reagierte auf Twitter mit "Danke - gemeinsam gegen Hass und Hetze".

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak schloss sich der Kritik an der Schmähaktion an. "Zu fairem Wahlkampf gehört es, auch das Wort zu ergreifen, wenn es nicht gegen die eigene Partei geht: Der Dreck, der aktuell von AfD- und NPD-nahen Kreisen über die Grünen ausgegossen wird & mit einer Plakatkampagne befeuert wird, ist widerwärtig. Volle Solidarität @MiKellner", schrieb Ziemiak an den Grünen-Bundesgeschäftsführer gerichtet.

Rechtskonservative machen Stimmung gegen Grüne

In verschiedenen Großstädten Deutschlands sind seit wenigen Tagen große Plakate zu sehen, auf denen unter dem Motto "#GrünerMist 2021" Stimmung gegen die Grünen gemacht wird. Optisch aufgemacht sind sie wie Grünen-Plakate, allerdings lassen die Sonnenblumen darauf die Köpfe hängen und es stehen Wörter wie "Wohlstandsvernichtung", "Klimasozialismus" oder "Ökoterror" darauf.

Dahinter steckt nach eigener Aussage der Ex-CSUler David Bendels mit seiner Agentur "Conservare Communication GmbH". Er wolle damit davor warnen, dass von den Grünen eine massive Gefahr für Deutschland ausgehe, hatte er gesagt.

Bendels ist auch Vorsitzender des rechtskonservativen "Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten", der in der Vergangenheit in mehreren Wahlkämpfen Plakate und Broschüren produziert hatte, die zur Wahl der AfD aufriefen. Die aktuelle Kampagne stehe "in keinerlei Zusammenhang mit der AfD", sagte Bendels. Auch die AfD hatte mitgeteilt, es gebe "keinerlei Verbindung zwischen der AfD und der in Rede stehenden Anti-Grünen-Kampagne".

Transparenzhinweis: t-online gehört zur Ströer Gruppe, die auch Hunderttausende Plakatwände und andere Werbeträger im öffentlichen Raum betreibt. Für die Kampagne gegen die Grünen wurden auch solche Werbeträger gebucht. Als Plakatflächenvermieter ist Ströer nicht für die Inhalte und Gestaltung der Werbung verantwortlich und kann keine Werbung ablehnen, die nicht gegen Gesetze oder freiwillige Selbstbeschränkungen verstößt. Mehr dazu hier.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: