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CDU-Vorsitzender Armin Laschet: "So werden wir Wahlen nicht so schnell gewinnen"

Armin Laschet  

"So werden wir Wahlen nicht so schnell gewinnen"

20.10.2021, 19:46 Uhr | t-online, dpa

CDU-Vorsitzender Armin Laschet: "So werden wir Wahlen nicht so schnell gewinnen". Armin Laschet: Auch eine Frage des Charakters.  (Quelle: dpa/Ole Spata)

Armin Laschet: Auch eine Frage des Charakters. (Quelle: Ole Spata/dpa)

Ein mit Spannung erwarteter Auftritt: Nach der historischen Wahlniederlage äußerte sich der CDU-Vorsitzende Armin Laschet in einer Grundsatzrede. Was ist der Grund für die desolate Lage der Partei?

Die Analyse der Wahlniederlage nahm einen großen Teil der Rede des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet zum Gründungsjubiläum der Partei ein. Für Fehler im Wahlkampf habe er bereits die Verantwortung übernommen. Aber trotzdem sei die Sache damit nicht abgehakt: "Wir müssen tiefer untersuchen, was in den letzten Jahren schiefgelaufen ist", so Laschet. 

Mitten in der Aufarbeitung des Unionswahldebakels wurde am Mittwoch der Festakt zum 70. Jahrestag des Gründungsparteitages nachgeholt. Die Grundsatzrede im niedersächsischen Goslar hielt Parteichef Laschet. 

Ein wichtiger Erklärungsansatz für den CDU-Vorsitzenden: Die mangelnde Einigkeit innerhalb der Partei und das schwindende Vertrauen der Bürger. Während der Rede zieht er die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" des Mittwochs hervor und zitiert einen Bericht des Meinungsforschungsinstituts "Allensbach" daraus: In diesem Jahr hätten 57 Prozent der Befragten nicht geglaubt, dass die Union als Partei geschlossen sei.

"Das hat die Partei in der Hand" 

Diese Frage sei jedoch wichtig für die Wahlentscheidung, so Laschet. "Das hat die Partei in der Hand." Deshalb seien SMS an "Bild"-Journalisten auch ein inneres Problem. "Wenn wir so arbeiten, werden wir Wahlen so schnell nicht gewinnen", sagte Laschet. Dies sei auch eine Frage des Charakters. Daran müsse die Partei arbeiten. 

Anlässlich des Stimmverlustes bei der Wahl den Status als Volkspartei infrage zu stellen, sei dennoch "absurd". Die Union könne in sich selbst Konsens aushandeln. "Deshalb glaube ich, dass unser Modell immer noch tragfähig ist", betonte Laschet. Die SPD habe man auch schon totgesagt – nun sei sie als Gewinner bei der Wahl hervorgegangen. 

Laschet fordert konstruktive Oppositionsarbeit

Jetzt sei der Platz der Union in der Opposition. Diese Rolle solle seine Partei konstruktiv ausfüllen, sie solle als Opposition mit neuen Ideen auftreten. Das bedeute, nicht schrill, laut und populistisch zu werden, sondern Alternativen aufzuzeigen, um spätestens in vier Jahren auch wieder regierungsfähig zu werden.  

Pandemiebedingt war der Festakt zur Gründung im vergangenen Jahr ausgefallen. In der Stadt Goslar fand vom 20. bis 22. Oktober 1950 der erste Bundesparteitag der Christdemokraten statt. Unter dem Leitspruch "Einigkeit und Recht und Freiheit" hatte sich die Partei dabei auf Bundesebene fünf Jahre nach den regionalen Gründungen konstituiert. Mit der Goslarer Rede erinnert die Konrad-Adenauer-Stiftung an das historische Ereignis. Traditionell wird bei dem Treffen auch über gegenwärtige und künftige Herausforderungen für die Volkspartei nachgedacht. 

Verwendete Quellen:
  • Livestream der Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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