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Greta Thunberg: Klimaaktivistin erhält Alternativen Nobelpreis für "Friday for Future"


Greta Thunberg erhält den Alternativen Nobelpreis

Von dpa, afp
Aktualisiert am 25.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Greta Thunberg in New York: Die Klimaaktivistin ist mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt worden.Vergrößern des BildesGreta Thunberg in New York: Die Klimaaktivistin ist mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt worden. (Quelle: imago-images-bilder)
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Die Klimaaktivistin Greta Thunberg ist mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Sie wird ebenso wie eine Chinesin, ein Brasilianer und eine Unabhängigkeitskämpferin aus der Westsahara geehrt.

Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr unter anderen an die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Mit ihr werden die Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar aus der Westsahara, die chinesische Frauenrechtlerin Guo Jianmei sowie der brasilianische Ureinwohner Davi Kopenawa und seine Vereinigung Hutukara Associação Yanomami ausgezeichnet. Das teilte die Right-Livelihood-Stiftung am Mittwoch in Stockholm mit.

Erstmals eine Preisträgerin aus der Westsahara

Thunberg hatte die weltweite Bewegung Fridays for Future ins Leben gerufen. Die 16-Jährige habe "der politischen Forderung nach dringenden Klimaschutzmaßnahmen weltweit Gehör verschafft", teilte die Stiftung mit. Aminatu Haidar ist die erste Trägerin des Preises aus der Westsahara überhaupt. Sie kämpft seit Jahrzehnten für Gerechtigkeit und Selbstbestimmung der Bevölkerung in der Region und eine Unabhängigkeit ihrer Heimat. Dabei lasse sie sich auch nicht von Folter und Gefangenschaft von ihrem unerschütterlichen Weg abbringen, erklärte die Stiftung. Ebenso beharrlich setze sich die Juristin Guo Jianmei in China für die Stärkung der Frauenrechte ein. Sie habe bereits Tausenden benachteiligten Frauen den Zugang zur Justiz ermöglicht.

Davi Kopenawa und seine Vereinigung Hutukara Associação Yanomami werden für ihren mutigen und entschlossenen Einsatz für Wald und Artenvielfalt im Amazonas sowie die dort lebenden Ureinwohner ausgezeichnet.

Mit der Auszeichnung würden "vier praktische Visionäre geehrt, deren Einsatz es Millionen von Menschen ermöglicht, ihre grundlegenden Rechte zu verteidigen und für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten zu kämpfen", erklärte Stiftungsdirektor Ole von Uexküll.


Insgesamt hatte sich die internationale Vergabejury 142 Nominierungen aus 59 Ländern angeschaut. Der gewöhnlich als Alternativer Nobelpreis bezeichnete Right Livelihood Award wird seit 1980 und damit in diesem Jahr zum 40. Mal verliehen. Die Preise stehen in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen und werden am 4. Dezember auf einer feierlichen Zeremonie in Stockholm überreicht. Davi Kopenawa wird den Preis dann bereits zum zweiten Mal in Empfang nehmen – im Jahr 1989 hatte er den Award schon einmal im Auftrag der Menschenrechtsorganisation Survival International entgegengenommen.

Bei der Feier soll unter anderem Whistleblower Edward Snowden aus Moskau zugeschaltet werden. Er war 2014 mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet worden. Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von jeweils einer Million schwedischen Kronen (93.500 Euro) ist für die Arbeit der Geehrten bestimmt.

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