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So reagiert Japans Justiz auf Ghosns Flucht

Von afp
Aktualisiert am 05.01.2020Lesedauer: 2 Min.
Carlos Ghosn: Weil er Firmenkapital nicht zweckgem├Ą├č verwendet haben soll, war der Ex-Nissan-Chef im November 2018 festgenommen worden. (Archivbild)
Carlos Ghosn: Weil er Firmenkapital nicht zweckgem├Ą├č verwendet haben soll, war der Ex-Nissan-Chef im November 2018 festgenommen worden. (Archivbild) (Quelle: Issei Kato/Reuters-bilder)
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Eigentlich galten f├╝r den ehemaligen Nissan-Leiter Carlos Ghosn strenge Kautionsauflagen in Japan. Trotzdem gelang ihm die Flucht. Nun ringt die japanische Justiz um Fassung ÔÇô und macht eine deutliche Ansage.

Japans Justizministerin Masako Mori hat die Flucht von Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn in den Libanon als unvertretbar bezeichnet. Ihr Ministerium gehe davon aus, dass Ghosn auf illegale Methoden zur├╝ckgegriffen habe, um Japan zu verlassen, sagte Mori in ihrer ersten offiziellen Stellungnahme zu der abenteuerlichen Ausreise Ghosns am Sonntag in Tokio. Der fr├╝here Automanager Ghosn war im November 2018 unter Vorw├╝rfen, Firmenkapital zweckentfremdet zu haben, in Japan festgenommen worden.

"Flucht ist unvertretbar"

Das japanische Strafverfolgungssystem verf├╝ge ├╝ber "angemessene Verfahren, um der Wahrheit" auf die Spur zu kommen. Dabei w├╝rden die "grundlegenden individuellen Menschenrechte respektiert", betonte Mori. "Die Flucht eines Verd├Ąchtigen auf Kaution ist unvertretbar", f├╝gte sie hinzu.

Es sei klar, dass nicht dokumentiert worden sei, wie Ghosn Japan verlassen habe. Wahrscheinlich habe er sich aber "unrechtm├Ą├čiger Methoden" bedient. "Es ist extrem bedauerlich, dass es zu dieser Situation gekommen ist", sagte Mori weiter. Die Ministerin best├Ątigte, dass Japan eine Rote Notiz via Interpol erwirkt habe, welche die libanesische Justiz dazu verpflichtet, Ghosn vorzuladen.

Libanesische Justiz stellt sich hinter Ghosn

Ghosn hatte Japan Ende Dezember verlassen. Er soll mit einem Privatjet vom Flughafen Kansai im Westen Japans nach Istanbul und von dort weiter nach Beirut geflogen sein. In der libanesischen Hauptstadt hie├č es am Freitag, die Justiz werde Ghosn vorladen. Dazu seien die Beh├Ârden durch die Rote Notiz gezwungen. "Aber die Justiz kann entscheiden, ob sie ihn festnehmen will oder nicht", hie├č es weiter. Zuvor hatte die libanesische Generalstaatsanwaltschaft erkl├Ąrt, es gebe keinen Grund f├╝r eine juristische Verfolgung Ghosns im Libanon.

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Ghosn besitzt die libanesische, die brasilianische und die franz├Âsische Staatsangeh├Ârigkeit. Er war im November 2018 in Japan festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, Firmenkapital zweckentfremdet und private Verluste auf Nissan ├╝bertragen zu haben. Er selbst sprach von einer Verschw├Ârung bei Nissan, um ihn loszuwerden. Dem Autobauer habe es nicht gefallen, dass Ghosn das Unternehmen noch n├Ąher an den franz├Âsischen Hersteller Renault heranf├╝hren wollte.

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