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Opferzahl könnte noch steigen - "Tag der Zerstörung": Mehr als 20 Tote durch Tornados in USA

In Alabama und Georgia  

"Tag der Zerstörung": Mehr als 20 Tote durch Tornados in USA

04.03.2019, 17:42 Uhr | dpa

Opferzahl könnte noch steigen - "Tag der Zerstörung": Mehr als 20 Tote durch Tornados in USA. Die Tornados kamen laut Nationalem Wetterdienst auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Kilometern pro Stunde.

Die Tornados kamen laut Nationalem Wetterdienst auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Kilometern pro Stunde. Foto: James Lally/AP. (Quelle: dpa)

Washington (dpa) - Häuser, von denen nur noch das Fundament steht, Autos, die durch die Gegend gewirbelt wurden, Bäume, die wie Streichhölzer umgeknickt sind: Mit zerstörerischer Wucht sind mehrere Tornados durch den Südosten der USA gezogen und haben mindestens 23 Menschen das Leben gekostet.

Der Sheriff von Lee County im Bundesstaat Alabama, Jay Jones, ging am Montag, davon aus, dass die Zahl der Toten noch steigen könnte. Die Schäden seien "katastrophal", sagte er. "Ganze Häuser sind weg." Unter den Toten waren auch Kinder. Das jüngste Opfer sei sechs Jahre alt gewesen, sagte Jones. Hinzu kommen mehrere Schwerverletzte und Vermisste. "Das tut mir im Herzen weh", erklärte der Sheriff.

Der Rechtsmediziner von Lee County, Bill Harris, sagte dem Sender WFSA 12, einige Verletzte seien von Lastwagenfahrern aus der Gefahrenzone gebracht worden. "Das ist ein Tag der Zerstörung für Lee County", sagte Harris. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir zu meinen Lebzeiten schon einmal eine solche Lage mit Massen an Opfern gehabt hätten."

Neben Alabama wurden auch Gebiete im benachbarten Georgia von den Wirbelstürmen getroffen, die laut Nationalem Wetterdienst auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Kilometern pro Stunde kamen. Die Rede war von rund einem Dutzend Tornados in beiden Bundesstaaten.

Besonders hart traf es die Gemeinde Beauregard in Alabama, aus der große Schäden gemeldet wurden. Aber auch die umliegenden Gebiete seien verwüstet worden, sagte Sheriff Jones. Er beschrieb die Gegend als ländlich mit vielen Mobilheimen (transportable Wohnhäuser), die besonders heftig getroffen worden seien.

Die Behörden hatten zwar eine Warnung vor gefährlichen Tornados erlassen und die Bewohner der Gegend zu äußerster Vorsicht angehalten. Doch die Warnungen gingen wohl bei vielen ins Leere oder kamen zu spät. Auch US-Präsident Donald Trump meldete sich über Twitter zu Wort und rief dazu auf, sich für weitere Wirbelstürme zu wappnen.

Laut Wetterdienst hatte der erste Tornado, der Lee County traf, einen Durchmesser von fast einem Kilometer. Aufnahmen vom Ort des Geschehens zeigten zerstörte Häuser, entwurzelte Bäume und mit Trümmern übersäte Straßen. In der Nähe der Stadt Smiths Station stürzte ein Mobilfunkmast auf eine vierspurige Schnellstraße. In Tausenden Haushalten fiel der Strom aus.

In einem auf Facebook veröffentlichten Video, das aus der besonders schwer getroffenen Gemeinde Beauregard stammen soll, ist eine Überlebende inmitten der Trümmer eines völlig zerstörten Hauses zu sehen. Die alte Frau spricht in ein Handy und wiederholt dabei immer wieder, dass man Gott danken müsse. Alle Wände des Hauses sind eingestürzt, es steht nicht viel mehr als das Fundament. Die Frau brach sich laut einem Bericht des Senders CNN eine Hüfte und sollte noch am Montag operiert werden.

Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Nach einer Unterbrechung in der Nacht setzten sie ihre Suche am Morgen fort. Dabei wurden laut Sheriff Jones auch Drohnen mit Wärmebildkameras sowie Hubschrauber eingesetzt.

Tornados sind Wirbelstürme, die bei großen Temperaturunterschieden über dem Festland entstehen. Voraussetzungen dafür sind große Wolken, Gewitter und unterschiedliche Windrichtungen in verschiedenen Höhen. Unter der Wolke steigt Warmluft nach oben. In diesem Gefüge entsteht eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke, die nach unten herauswächst und dann wie ein Rüssel aussieht. Der Unterdruck im Zentrum des Tornados erzeugt einen Sog, hebt Hausdächer an und reißt alles in die Höhe - von Sand bis Autos.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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