Sie sind hier: Home > Panorama >

"Estonia"-Untergang: Klage abgewiesen – keine Entschädigung für Opfer

Unglück vor 25 Jahren  

Keine Entschädigung für Opfer des "Estonia"-Untergangs

19.07.2019, 16:04 Uhr | dpa

 (Quelle: t-online.de)
25 Jahre nach dem Untergang der "Estonia": Terrorismus oder Unglück?

Es sind Bilder, die auch fast 25 Jahre später betroffen machen. Überlebende des Estonia-Unglücks schließen einen Tag nach ihrer Rettung endlich ihre Familie und Freunde in die Arme. 852 Menschen starben bei dem schwersten Schiffsunglück in der europäischen Nachkriegsgeschichte. Nur 137 Menschen überlebten das Unglück.

Dramatische Bilder von der Ostsee: Das war das Estonia-Unglück mit 852 Toten und nur 137 Überlebenden. (Quelle: t-online.de)


Beim Untergang der Ostseefähre "Estonia" starben vor 25 Jahren 852 Menschen. Nun hat ein Gericht eine Zivilklage abgewiesen. Es ging um Entschädigung für mehr als 1.000 Überlebende und Opferangehörige.

Rund 25 Jahre nach dem Untergang der Ostseefähre "Estonia" hat ein französisches Gericht Entschädigungsansprüche von mehr als 1.000 Überlebenden und Opferangehörigen zurückgewiesen. Die Kläger hätten kein grobes oder vorsätzliches Fehlverhalten der französischen Prüfungsstelle Bureau Veritas und der Papenburger Schiffsbauwerft nachweisen können, begründete das Gericht in Nanterre seine Entscheidung.

Das Schiff war Anfang der 1980er Jahre bei der Meyer Werft in Papenburg vom Stapel gelaufen, das Bureau Veritas hatte es als seetüchtig eingestuft. Die Kläger hatten gut 40 Millionen Euro Schadenersatz gefordert. Das Verfahren zog sich jahrelang durch die Instanzen.
 

 
Der Untergang der "Estonia" ist das größte Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte. Damals kamen 852 Menschen ums Leben. Die Ostseefähre mit 989 Menschen an Bord war in der Nacht zum 28. September 1994 bei der Überfahrt von Tallinn nach Stockholm vor der Südküste Finnlands gesunken. Die Schuldfrage für das Unglück ist nie endgültig geklärt worden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal