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Münster: Schwere Explosion während Zwangsräumung – mehrere Verletzte

Zwangsräumung geplant  

Schwere Explosion in Haus in Münster

18.09.2019, 18:17 Uhr | dpa , jp

 (Quelle: dpa)
Münster: Haus explodiert während Polizeieinsatz

Nach der Gasexplosion in einem Haus in Münster hat sich die Zahl der Verletzten auf fünf erhöht: Nach Angaben der Polizei wurden die beiden Bewohnerinnen schwer sowie drei Polizisten leicht verletzt. (Quelle: dpa)

Münster: Ein Haus ist während eines Polizeieinsatzes explodiert, einige Hintergründe sind schon geklärt. (Quelle: dpa)


In Nordrhein-Westfalen ist es während einer Polizeimaßnahme zu einer Gasexplosion mit mehreren Verletzten gekommen. In einem Haus in Münster war eine Zwangsräumung geplant. Auch ein Polizist wurde verletzt.

Dramatische Szenen in Münster: Die Gerichtsvollzieherin kam am Morgen zu einem Fachwerkhaus am Rande der Stadt. Begleitet wurde sie von drei Polizisten – denn es ging um eine Zwangsräumung. Die beiden Bewohnerinnen wussten, dass es dazu kommen würde – und hatten offenbar ihren Suizid vorbereitet: Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft lösten die Frau (67) und ihre Tochter (38) in dem Moment absichtlich eine Explosion aus. Sie überlebten schwer verletzt. Die drei Polizisten wurden leicht verletzt. Zwei Pferde, die die Frauen offenbar vorher ins Haus geholt hatten, mussten eingeschläfert werden. Das Gebäude wurde zerstört.

Nach Angaben der Ermittler war es am Mittwoch um 9.23 Uhr zu der Explosion gekommen. Die Feuerwehr geht davon aus, dass sie durch Gas ausgelöst wurde. Die Rettungskräfte trugen später noch mehrere unversehrte Gasflaschen aus dem Haus. "Es gibt Hinweise darauf, dass die Bewohnerinnen des Hauses die Explosion absichtlich herbeigeführt haben, als die Beamten heute zur Zwangsräumung erschienen. Möglicherweise wollten sie sich dadurch selbst das Leben nehmen", erklärte der Leiter der von der Polizei gebildeten Mordkommission.

Frauen droht Anklage wegen versuchten Mordes

Weil die Frauen in Kauf nahmen, auch Unbeteiligte mit in den Tod zu nehmen, ermittelt die Staatsanwaltschaft "wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion mit versuchter Todesfolge", so ein Sprecher der Behörde. Demnach wussten die Frauen von der Zwangsräumung am Mittwoch. Ob und wie lange sie die Tat geplant hatten, blieb zunächst unklar.

Die Frauen wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht. Die drei Polizeibeamten wurden durch Lärm und die Druckwelle leicht verletzt. Die Gerichtsvollzieherin blieb unverletzt, wie der Direktor des Amtsgerichts bestätigte. Das allein stehende Fachwerkhaus geriet komplett in Brand. Erst am Nachmittag war das Feuer unter Kontrolle. Das Haus wurde weitgehend zerstört. Teilweise musste es von den Rettungskräften für die Löscharbeiten eingerissen werden.
 

 
Die Frauen hatten seit längerem Streit Ärger mit ihrem Vermieter. Laut Amtsgericht ging es um ausstehende Mietzahlungen. Der Gläubiger setzte die Zwangsräumung durch.

Verwendete Quellen:

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