Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextMehr als 40 Verletzte nach Reisebus-UnfallSymbolbild f├╝r einen TextStadt schenkt B├╝rgern 9-Euro-TicketSymbolbild f├╝r einen TextBrockenbahn schuld an Waldbr├Ąnden im Harz?Symbolbild f├╝r ein VideoTausende m├╝ssen U-Bahn in Charkiw verlassenSymbolbild f├╝r einen Text9-Euro-Ticket knackt die MillionenmarkeSymbolbild f├╝r einen TextMadonna bei Instagram zensiertSymbolbild f├╝r ein VideoLavastr├Âme nach ├ätna-Ausbruch auf SizilienSymbolbild f├╝r einen TextDeutsche gehen immer fr├╝her in RenteSymbolbild f├╝r einen TextSatelliteninternet jetzt auch f├╝r WohnmobileSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserEx-"GNTM"-Siegerin: Vielsagende Fotos aufgetaucht

Pulver-Briefe an Kirche und Journalist l├Âsen Gro├čeins├Ątze aus

  • Lars Wienand
Von Lars Wienand

Aktualisiert am 18.09.2019Lesedauer: 3 Min.
Gro├čeinsatz in Dortmund: Dort hatte der in der rechten Szene verhasste Blogger und Fotojournalist Robert Rutkowski einen Brief mit wei├čem Pulver an seine Privatadresse erhalten.
Gro├čeinsatz in Dortmund: Dort hatte der in der rechten Szene verhasste Blogger und Fotojournalist Robert Rutkowski einen Brief mit wei├čem Pulver an seine Privatadresse erhalten. (Quelle: Robert Rutkowski)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Beim ├ľffnen rieselte wei├čes Pulver heraus: Briefe an die Zentrale der Evangelischen Kirche in Deutschland und einen Blogger haben Gro├čeins├Ątze ausgel├Âst. Alles deutet auf einen politischen Hintergrund hin.

Die Polizei geht davon aus, dass Briefe mit wei├čem Pulver an einen Fotografen und Blogger in Dortmund und die Evangelische Kirche in Hannover einen politischen Hintergrund haben. Am Dienstag hatte der Eingang solcher Briefe jeweils gro├če Eins├Ątze von Feuerwehr und Polizei ausgel├Âst.

Der Brief an das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird von der Polizei Hannover als eine "Bedrohung im Fl├╝chtlingskontext" behandelt, wie der Evangelische Pressedienst berichtet. Die Evangelische Kirche sieht sich einer Welle von Anfeindungen ausgesetzt, nachdem sie erkl├Ąrt hat, sich mit einem eigenen Schiff an der Seenotrettung im Mittelmeer zu beteiligen. Eine Sprecherin des Kirchenamts sagte, die EKD sei erschrocken, zu welchen Taten Menschen aus Hass auf Gefl├╝chtete f├Ąhig seien.

"Der Inhalt des Briefs war eine klare Drohung"

Ein Mitarbeiter hatte den Brief um 8.30 Uhr ge├Âffnet und kam mit dem Pulver in Ber├╝hrung, das dabei aus dem Umschlag rieselte. Die Berufsfeuerwehr konnte schlie├člich Entwarnung geben, nachdem zwei Labors die Unsch├Ądlichkeit best├Ątigt hatten.

Am Dienstagabend spielten sich dann ├Ąhnliche Szenen in Dortmund ab. Der Journalist Robert Rutkowski hatte im Briefkasten einen Umschlag gefunden, in dem auch Pulver war. "Der Inhalt des Briefs war eine klare Drohung", berichtete er. Rutkowski wurde untersucht, w├Ąhrend eine ABC-Einheit zur Gefahrenabwehr bei atomaren, biologischen und chemischen Gefahren auf der gesperrten Stra├če eine Dekontaminationsstelle einrichtete und Experten in Schutzkleidung den Stoff untersuchten.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"2023 ist Putin weg ÔÇô wahrscheinlich im Sanatorium"


"Aufgeben ist keine Option"

Rutkowski beobachtet und dokumentiert intensiv Kundgebungen der rechten Szene im Ruhrgebiet und berichtet regelm├Ą├čig ├╝ber Demonstrationsgeschehen und Strukturen. Er bezeichnet seine Arbeit selbst als journalistischen Aktivismus oder aktivistischen Journalismus. Bereits 2015 wurde sein Haus mit Hakenkreuzen beschmiert, auf Twitter wurde eine Todesanzeige mit seinem Namen verbreitet.

Der Brief mit dem Pulver habe ihm zugesetzt, schrieb er auf Twitter. Er habe kaum geschlafen. "Die Auswirkungen schleichen sich erst jetzt langsam in mich. Aber ganz egal was noch kommen wird, aufgeben ist keine Option."

Der Staatsschutz ermittelt

In Dortmund, das eine Hochburg der extremen Rechten im Westen ist, hatten bereits im Juli zwei Journalisten solche Briefe erhalten. Eine Sendung war an das Landesstudio des WDR adressiert ÔÇô an einen Reporter, der die Neonazi-Szene intensiv beobachtet und in der Vergangenheit bereits Drohungen erhalten habe. Der zweite Brief war an einen freien Journalisten mit ├Ąhnlichem Themenspektrum adressiert, wie der WDR berichtete. Auf der R├╝ckseite der Briefe war damals, vermutlich zur Ablenkung, ein antifaschistisches Recherche-Netzwerk als Absender angegeben. Die "SoKo Rechts" hat danach die Ermittlungen ├╝bernommen.

Eine Sprecherin der Polizei Dortmund sagte t-online.de, der Fall sei noch nicht aufgekl├Ąrt, m├Âgliche Verbindungen seien Gegenstand weiterer Ermittlungen. Der Staatsschutz ist den "Ruhr Nachrichten" zufolge an den laufenden Ermittlungen beteiligt.


Die Polizei hatte nach den Briefen im Juli erkl├Ąrt, alles zu versuchen, "vor allem mit unseren technischen M├Âglichkeiten den Verursacher der Briefe ausfindig zu machen und diese Bedrohungs- und Einsch├╝chterungsversuche gegen├╝ber den Journalisten zu unterbinden".

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Von Miriam Hollstein
FeuerwehrMittelmeerPolizeiTwitter
Justiz & Kriminalit├Ąt




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website