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Drei Familienmitglieder tot - Hotelpool-Unglück in Spanien: Opfer waren Nichtschwimmer

Ermittlungen dauern an  

Hotelpool-Unglück in Spanien: Opfer waren Nichtschwimmer

27.12.2019, 17:12 Uhr | dpa

Drei Familienmitglieder tot - Hotelpool-Unglück in Spanien: Opfer waren Nichtschwimmer. Zivilschutztaucher in der Ferienanlage Club La Costa World in der Nähe von Malaga: Hier waren drei Mitglieder einer Familie ertrunken.

Zivilschutztaucher in der Ferienanlage Club La Costa World in der Nähe von Malaga: Hier waren drei Mitglieder einer Familie ertrunken. Foto: Uncredited/AP/dpa. (Quelle: dpa)

Madrid (dpa) - Der Tod von drei Mitgliedern einer fünfköpfigen Familie aus Großbritannien in einem Hotelpool in Spanien war nach Polizeiangaben ein "tragischer, von fehlenden Schwimmkenntnissen verursachter Unfall".

Alle bisher getätigten Ermittlungen sowie die Aussagen aller Augenzeugen deuteten klar darauf hin, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) am Freitag in Málaga mit.

Während ihres Urlaubs an der Costa del Sol waren ein Mädchen, sein großer Bruder und sein Vater an Heiligabend im Pool eines Resorts in Mijas unweit von Málaga im Süden des Landes ertrunken. Nur die Mutter und ein drittes Kind der britisch-amerikanischen Familie, eine 14-Jährige, überlebten. Lange Zeit war spekuliert worden, eine defekte Pool-Pumpe könne die Tragödie verursacht haben.

Die 14-Jährige und die Mutter hatten bereits am Donnerstag bei der Polizeibefragung erzählt, dass die drei Todesopfer nur sehr schlecht oder überhaupt nicht schwimmen konnten. Im Interview mit dem Fernsehsender Antena3 erklärte zudem ein Angestellter des Hotels Club La Costa, der am Dienstagnachmittag nach den Hilfeschreien der Mutter als erster zu Hilfe geeilt war, die in Not geratenen Gäste "konnten allem Anschein nach nicht schwimmen".

Die Ermittlungen würden derweil fortgesetzt, um alle möglichen Zweifel auszuräumen, sagte ein Justizsprecher in Málaga am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Guardia Civil teilte mit, bei einer eingehenden Inspektion des Pools seien "überhaupt keine Unregelmäßigkeiten" entdeckt worden. Unter anderem sei auch das Wasser des Pools untersucht worden. Bei der Autopsie der Leichen wurde nach Polizeiangaben zudem Ertrinken in allen drei Fällen zweifelsfrei als Todesursache festgestellt. Keine der Leichen weise verdächtige Verletzungen oder Anzeichen einer Vergiftung etwa durch Chlor auf, sagte ein Polizeisprecher.

Der tragische Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 13.30 Uhr des Dienstags, als die drei Geschwister kurz vor der Bescherung alleine im Pool spielten. Die Eltern hätten in der Nähe ein Sonnenbad genossen, ließ die Polizei wissen. Aufgrund relativ kühler Temperaturen hätten sich zu dem Zeitpunkt sonst kaum Gäste in der Nähe des Pools aufgehalten.

Nach den Aussagen der 14-Jährigen bei der Polizeibefragung rutschte die Kleine beim Spielen im Wasser plötzlich aus und geriet in den tiefen Bereich des Pools. Der ist gut zwei Meter tief, wie ein Hotelangestellter der dpa sagte. Daraufhin seien zunächst der Bruder (16) und kurz danach der Vater (53) ins Wasser gesprungen. Alle drei konnten nur tot geborgen werden.

Die Mutter habe die aus dem Wasser geborgenen leblosen Körper berührt und die ganze Zeit gebetet, dass die drei wieder zu sich kommen, berichtete ein Hotelgast der britischen Zeitung "Mirror". "Sie hat sogar noch gebetet, als die Leute von der Ambulanz mit den Wiederbelebungsmaßnahmen aufgehört haben." Ein anderer Hotelgast sagte dem britischen Nachrichtensender Sky News, dass für ihn nicht nachzuvollziehen sei, wie überhaupt etwas so Tragisches passieren konnte. Der Pool sei nicht groß gewesen.

Der Vater und der Bruder waren beide etwa 1,90 Meter groß und wirkten nach Zeugenaussagen topfit. "Aber wenn man nicht schwimmen kann und jemandem helfen möchte, ist es schon schwer, da rauszukommen", sagte ein Polizeisprecher im spanischen Fernsehen.

Der Vater war nach Medienberichten Pastor in einer christlichen Gemeinschaft in London, die ihren Ursprung in Nigeria hat. Die Familie hatte sich seit Sonntag in Mijas aufgehalten. Sie hatte den Berichten zufolge vor dem Unfall schon mehrfach im Pool gebadet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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