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Mit 15: Haft für Teenager wegen Hackerangriff auf Ex-CIA-Chef

War damals 15 Jahre alt  

Haft für Teenager wegen Hackerangriff auf Ex-CIA-Chef

20.04.2018, 21:13 Uhr | AFP

Mit 15: Haft für Teenager wegen Hackerangriff auf Ex-CIA-Chef. Zwei Jahre Haft für britischen Teenager wegen Hackerangriff auf Ex-CIA-Chef: Heute 18-Jähriger gelangte an hochsensible Daten und vertrauliche Dokumente. (Quelle: AP/dpa/Victoria Jones)

Zwei Jahre Haft für britischen Teenager wegen Hackerangriff auf Ex-CIA-Chef: Heute 18-Jähriger gelangte an hochsensible Daten und vertrauliche Dokumente. (Quelle: Victoria Jones/AP/dpa)

Mit 15 täuschte ein britischer Hacker US-Internetkonzerne – und er brach in das Netz eines US-Ministeriums ein. Jetzt verurteilte ihn ein Gericht als Cyber-Terroristen. 

Ein britischer Teenager, der unter anderem das E-Mail-Konto des damaligen CIA-Chefs John Brennan hackte, ist zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der Londoner Strafgerichtshof Old Bailey sah es als erwiesen an, dass der heute 18-jährige Gründer der Gruppe "Crackas With Attitude" im Alter von 15 und 16 Jahren für "politisch motivierten Cyber-Terrorismus" verantwortlich war.

Seine Haftstrafe muss er in einer Jugendstrafanstalt absitzen. Außerdem wird sein Computermaterial beschlagnahmt.

Als Ex-CIA-Chef ausgegeben

Der Jugendliche hatte sich gegenüber den Telekom-Unternehmen Verizon und AOL als damaliger Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Brennan, ausgegeben. Er knackte Passwörter und gelangte an hochsensible Daten und vertrauliche Dokumente.

Durch das Hacken von Brennans E-Mail-Konto kam der junge Mann unter anderem an Informationen über Militär- und Geheimdienstoperationen im Iran und in Afghanistan. Weiteres Ziel seiner Hackerangriffe waren der damalige Heimatschutzminister Jeh Johnson, zwei Berater des damaligen US-Präsidenten Barack Obama und eine FBI-Sonderagentin.

Motiv: "Tod unschuldiger Zivilisten"

Der Hacker drang zudem in das Netzwerk des US-Justizministeriums ein und hatte unter anderem Zugang zu Dokumenten über die Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon des BP-Konzerns im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Einen Teil des Materials gab der Jugendliche an die Enthüllungsplattform Wikileaks weiter.

Der Staatsanwaltschaft zufolge verübte der Angeklagte die Straftaten nach eigenem Bekunden aus Empörung über den "Tod unschuldiger Zivilisten" durch die USA und aus Solidarität mit den Palästinensern. Es soll ihm gelungen sein, Daten aus dem Internet- und Telefonkonto des damaligen US-Geheimdienstkoordinators James Clapper zur propalästinensischen Bewegung Free Palestine Movement umzuleiten.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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