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Japan: Vulkanausbruch in Skigebiet – Toter und Verletzte

Lawine ausgelöst  

Vulkanausbruch löst Katastrophe in Skigebiet aus

23.01.2018, 10:22 Uhr | dpa

Japan: Vulkanausbruch in Skigebiet – Toter und Verletzte. Ein Hubschrauber der japanischen Armee landet im Skigebiet: Nach dem Vulkanausbruch gab es mindestens ein Todesopfer. (Quelle: AP/dpa/Muneyuki Tomari/Kyodo News)

Ein Hubschrauber der japanischen Armee landet im Skigebiet: Nach dem Vulkanausbruch gab es mindestens ein Todesopfer. (Quelle: Muneyuki Tomari/Kyodo News/AP/dpa)

Am Rande eines Skigebiets in Japan bricht ein Vulkan aus. Felsbrocken treffen eine Gondel und lösen eine Lawine aus. Ein Soldat stirbt, es gibt Schwerverletzte.

Ein Vulkan hat Felsbrocken auf eine Seilbahngondel in Japan geworfen und eine todbringende Lawine ausgelöst. Ein Soldat starb in den Schneemassen, als er mit fünf Kameraden während einer Übung auf Skiern am Vulkan Kusatsu-Shirane unterwegs war. Der Vulkan spie nach Medienangaben Asche und Felsbrocken aus.

Die vom Gestein zertrümmerten Glasfenster der Seilbahngondel verletzten mehrere Menschen. Insgesamt wurden zehn Menschen verletzt, einige von ihnen schwer, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtet. Die Behörden warnten vor weiterem dicken Ascheregen und hoben die Warnstufe an, um Besucher von dem Gebiet in der Tokioter Nachbarprovinz Gumma fernzuhalten.

Besucher flüchten vor Gesteinsbrocken

Die Arbeit der Einsatzkräfte, die von Soldaten verstärkt wurden, gestaltete sich wegen schlechten Wetters schwierig. Etwa 100 Besucher der Skianlage wurden in einem Gebäude vor den herabprasselnden Gesteinsbrocken in Sicherheit gebracht.

Blick auf den Kusatsushirane: Der Vulkan in der Provinz Gumma spuckt seit dem Morgen Asche und Felsen. (Quelle: Reuters)Blick auf den Kusatsu-Shirane: Der Vulkan in der Provinz Gumma spuckt seit dem Morgen Asche und Felsen. (Quelle: Reuters)

Der 2.160 Meter hohe Vulkan war am Morgen (Ortszeit) ausgebrochen. Japans Fernsehsender zeigten Aufnahmen von dichten Aschewolken, die über das Skigebiet ziehen. Auch Felsbrocken, die durch die Luft schleudern, waren zu sehen.

Vulkane werden rund um die Uhr überwacht

Japan zählt 110 aktive Vulkane. 47 davon werden nach Angaben der Zeitung "Asahi Shimbun" rund um die Uhr überwacht. Im September 2014 hatten umherfliegende Felsbrocken beim Ausbruch des Vulkans Ontake 63 Menschen getötet. Es war die verheerendste Vulkankatastrophe in Japan seit fast 90 Jahren. Der Vulkan Kusatsu-Shirane war zuletzt im Dezember 1983 ausgebrochen.

Quelle:
- dpa

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