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Brände in Kalifornien: Trump besucht Kleinstadt – und leugnet Klimawandel

Verheerende Waldbrände  

Trump besucht Kalifornien – und leugnet den Klimawandel

18.11.2018, 12:48 Uhr | küp, rtr

Besuch in Paradise: Trump bleibt bei seiner Meinung zum Klimawandel (Bildquelle: Leah Mills/ Reuters)
Trump bleibt bei seiner Meinung zum Klimawandel

Seine Meinung zum Klimawandel hat der US-Präsident nicht geändert.

Beim Besuch des US-Präsidenten in der zerstörten Stadt Paradise wird klar: Trump bleibt bei seiner Meinung zum Klimawandel. (Quelle: Reuters)


In Kalifornien macht die Feuerwehr Fortschritte im Kampf gegen die Waldbrände. Fast 1300 Menschen werden noch vermisst. Nun war US-Präsident Trump zu Besuch im Katastrophengebiet.

Die Zahl der Toten und Vermissten nach den verheerenden Bränden in Kalifornien steigt weiter. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden bislang mindestens 76 Leichen geborgen, 63 von ihnen konnten inzwischen identifiziert werden. Fast 1300 Menschen werden noch vermisst.

Dass insbesondere die Zahl der Vermissten weiter steigt, führt der Sheriff von Butte County, Korea Honea darauf zurück, dass viele Notrufe erst mit Verspätung ausgewertet werden könnten. Etwa 380 Personen hätten sich in der Zwischenzeit gemeldet und hätten von der Vermisstenliste gestrichen werden können.

Am Samstag (Ortszeit) besuchte US-Präsident Donald Trump die durch die Waldbrände zerstörte Kleinstadt Paradise. "Niemand hätte gedacht, dass so etwas je geschehen könnte", sagte Trump vor Journalistinnen inmitten verkohlter Trümmer. Wie viele Menschen ums Leben gekommen seien, könne noch niemand sagen. "Jetzt wollen wir uns um die kümmern, die schwer verletzt wurden", ergänzte der Präsident.

Historische Feuerkatastrophe

In Paradise lebten früher knapp 27.000 Einwohner. Die Stadt 280 Kilometer nördlich von San Francisco brannte bei der Feuersbrunst in der Nacht des 8. November weitgehend ab. Die Brandkatastrophe ist die schlimmste in der Geschichte Kaliforniens und gehört zu den Flächenbränden in den USA mit den höchsten Todesopfern. Bei Bränden in den nördlichen Rocky Mountains im August 1910 kamen 87 Menschen ums Leben. Das Cloquet Feuer in Minnesota im Oktober 1918 forderte 450 Menschenleben.

Trump hatte für die jüngsten Brände die Forstverwaltung von Kalifornien verantwortlich gemacht. Wissenschaftler führen die Feuer dagegen auf die anhaltende Dürre in Folge des Klimawandels zurück. Dadurch gerieten die Bäume schneller in Brand. Der anhaltende Winde schürte das Feuer zusätzlich. Inzwischen ist ein Großteil der Brände unter Kontrolle.

Trump: "Wir werden sichere Wälder haben"

Komplett gelöscht sind sie aber nicht. Auf die Frage, ob die Szenen der Verwüstung seinen Blick auf den Klimawandel geändert hätten, sagte der Präsident: "Nein. Ich habe dazu eine feste Meinung. Ich will ein gutes Klima und wir werden das haben und wir werden sichere Wälder haben."

Dabei hatte Trump den Klimawandel vor Kurzem noch als Realität anerkannt: "Ich bestreite den Klimawandel nicht", sagte Trump dem US-Sender CBS Mitte Oktober. Er stritt aber weiterhin ab, dass die Menschheit für die globale Erderwärmung verantwortlich sei. "Wissenschaftler haben eine politische Agenda", so Trump in dem Interview.

In der Zeit vor seiner Präsidentschaft hatte Trump wiederholt über Warnungen vor dem Klimawandel gespottet. So hatte er beispielsweise Ende 2013 auf Twitter geschrieben: "Globale Erderwärmung ist ein totaler, und sehr teurer, Scherz!"

Verwendete Quellen:
  • Reuters

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